18 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Eltern wollen beteiligt werden

Grundschul-Zusammenlegung Eltern wollen beteiligt werden

Die mögliche Zusammenlegung der beiden Grundschulen in Kronshagen löst bei Elternvertretern der Eichendorff-Schule erhebliche Sorgen aus. Amrey Stübinger forderte in der Gemeindevertretung am Dienstagabend „zum Wohle aller Kinder“ die Einbeziehung der Eltern in den Entscheidungsprozess.

Voriger Artikel
3 Millionen für neue Schwebefähre
Nächster Artikel
Plantschen im Schierensee

Im Vordergrund ist die Brüder-Grimm-Schule zu sehen, die in direkter Nachbarschaft zur Eichendorff-Schule (weißer Bau dahinter) liegt.

Quelle: Sven Janssen

Kronshagen. Die Stimmung sei bereits „sehr erhitzt“, so Amrey Stübinger. Man müsse aufpassen, dass die Eltern nicht auf die Barrikaden gingen. Stübinger hob die „exzellente Arbeit“ beider Schulen hervor.

Bürgervorsteher Bernd Carstensen (CDU) sicherte Bürgerbeteiligung zu. Die Zusammenarbeit sei eine „gute Gepflogenheit“ in Kronshagen. Die Vertretung debattierte das Thema auch im anschließenden nichtöffentlichen Teil. Dabei wurde vereinbart, dass die fünf Fraktionsspitzen Informationsgespräche mit den jeweiligen Elternvertretungen und Kollegien beider Schulen führen. „Es ist noch nichts entschieden und kein Antrag auf Zusammenlegung gestellt“, versicherte Carstensen am Mittwoch auf Nachfrage dieser Zeitung. Yvonne Schneider, Vorsitzende des Elternbeirats, sprach sich für einen „sanften Übergang“ aus. Die Klassen der Brüder-Grimm-Schule könnten nacheinander auslaufen. Andreas Ammann, Mitglied im Kreiselternbeirat, hielt den Zeitpunkt der Zusammenlegung überhaupt für schwierig; die Eltern seien zunehmend verunsichert.

Sorgen machen sich diese auch um die Zukunft von Rektor Stefan Ziervogel. „Was tut die Gemeinde, damit wir unseren Schulleiter bei einer Zusammenlegung behalten?“, wollte Yvonne Schneider wissen. Carstensen betonte, dass die Personalhoheit nicht bei der Gemeinde liege. „Aber es gibt zig Möglichkeiten“, sagte der Bürgervorsteher.

Nach seinen Angaben müsse die Gemeinde als Schulträger auf die unterschiedlichen Bedingungen an den Schulen reagieren: „Das kann man nicht so lassen.“ Wie berichtet, sind die Kinder mit Migrationshintergrund ungleich auf die beiden Grundschulen verteilt. An der Brüder-Grimm-Schule gibt es bereits Klassen mit einem Anteil von mehr als 40 Prozent. Eltern dieser Schule beklagen, wie berichtet, die mangelnde Chancengleichheit ihrer Kinder.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3