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Schulleiter Reimer verabschiedet sich

Grundschule Bredenbek Schulleiter Reimer verabschiedet sich

Nach 22 Jahren als Schulleiter feierte Karl-Heinrich Reimer am Freitag seinen Abschied von der Grundschule Bredenbek. Der 62-Jährige, der die Schule geprägt hat, wie kein Anderer, geht in den Ruhestand.

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Nach 22 Jahren als Schulleiter feierte Karl-Heinrich Reimer am Freitag seinen Abschied von der Grundschule Bredenbek.

Quelle: Sven Janssen

Bredenbek. Wenn bei einem solchen Abschied auf allen Seiten Tränen fließen und Schüler aus zwei Jahrzehnten wochenlang proben, um ihrem Rektor ein Musical zu widmen, dann muss er einiges richtig gemacht haben.

Reimer hat seine Karriere dort begonnen, wo er sie jetzt auch beendet. Am 25. April 1959 wurde der Bredenbeker Junge mit großer Schultüte eingeschult. „Das muss eine schöne Schulzeit gewesen sein, die sie hier verbracht haben, wenn sie anschließend Lehrer werden wollten und sogar an ihre alte Schule als Rektor zurückgekehrt sind“, sagte Schulrätin Anne Dube.

Werte die man in der Grundschule beigebracht bekommt begleiten einen durchs Leben, Die Schülergeneratin aus mehr als zwei Jahrzehnten nahmen ihren Rektor in die Mitte.

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Der Weg zurück an seinen Wohnort war weit. Drei Jahre unterrichtete Reimer an der Otto-Parsage Schule in Lübeck, dann zehn Jahre an der Grund- und Hauptschule Einfeld. „Immer wieder haben sie Versetzungsanträge gestellt“, erzählte Dube, immer wieder ohne Erfolg. Für Bredenbek brauchte Reimer zwei Anläufe, so Altbürgermeister Hans-Werner Hamann (SPD). „Der erste Versuch scheiterte daran, dass sich einige so einen langhaarigen Kerl nicht als Schulleiter vorstellen konnten.“ Etwas später, die Stelle war wieder vakant, war man schlauer. Am 2. Juni 1994 entschied sich der Schulleiterwahlausschuss für Reimer, der seit August zuerst kommissarisch und später als Rektor die Schule leitete.

Immer noch mit langen Haaren und immer als Motivator. „Ich empfinde dich als Freund, Kollegen und Chef, wir haben viele schöne Momente geteilt, dafür werde ich dich ganz doll vermissen“, sagte Kollegin Maren Brüchmann. Was dann kam, rührte Reimer zutiefst. Zehn Musicals hatte er in zwei Jahrzehnten gemeinsam mit Schülern Lehrern und Eltern auf die Bühne gebracht, 386 Kinder waren dabei aktiv. Für ein elftes Musical öffnete sich Freitag überraschend der Vorhang, Ehemalige aus alten Stücken erinnerten sich, ließen 20 Jahre mit „Mister Musical“ aufleben und intonierten im Finale „Hör mal, Herr Reimer, dass Du jetzt gehst, macht uns doch auch das Herze schwer.“

Bürgermeister Bartelt Brouer (SPD) gratulierte dem „sparsamen Schulleiter, der große Fußstapfen hinterlässt, die Kinder fürs Leben fit gemacht hatte und immer einen guten Draht zu den Eltern hatte“. Schulelternbeiratsvorsitzende Doreen Schauer sprach von einer Zeit, die unvergessen bleibt und fand drei passende Worte, die Reimer charakterisieren „Herzlichkeit mit Biss“.

„Ich bin überwältigt, wir haben zusammen so viel erlebt“, sagte Reimer. Trotz der Tränen freue er sich auf den Ruhestand und darauf, zu sehen, wie es sich weiter entwickelt. „Wer hier sein will, der muss Bock haben, mit Kindern zu arbeiten“, das sei immer seine Prämisse gewesen. Das hätte das gesamte Team immer ausgezeichnet. Vielleicht ist das sein ganz persönliches Erfolgsrezept. sen

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