10 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Die Debatte gewinnt an Schärfe

Grundschulen Kronshagen Die Debatte gewinnt an Schärfe

Der Druck in der Debatte um eine mögliche Fusion von Brüder-Grimm- und Eichendorff-Grundschule in Kronshagen nimmt zu. Die SPD kritisierte Bürgermeister Ingo Sander (CDU) im Schulausschuss. Er wies den Vorwurf, Schulen und Gremien vor vollendete Tatsachen gestellt zu haben, von sich.

Voriger Artikel
1000 neue Einwohner für Bordesholm?
Nächster Artikel
Nur Modernes Rendsburg ergreift Partei

Erster politischer Streit: Die SPD greift Bürgermeister Ingo Sander (CDU) an. Der weist die Vorwürfe von sich.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Eine Liste mit 1362 Unterschriften warnt vor einer „übereilten Hau-Ruck-Entscheidung ohne transparentes Konzept“. Zudem wirft die SPD-Fraktion Bürgermeister Ingo Sander (CDU) in scharfer Weise vor, „extrem vorfestgelegt“ und „nicht ergebnisoffen“ Gespräche mit den Schulen geführt zu haben, was Sander entschieden zurückweist.

Es war eine ungewöhnliche Situation im Schulausschuss am Dienstagabend: Das brisante Thema mögliche Zusammenlegung stand gar nicht auf der Tagesordnung, was die SPD kritisierte. Fraktionschef Gunnar Heintze hätte zumindest einen Bericht über „den Stand der Dinge“ erwartet. Zudem informierte Georg Lentsch (SPD) darüber, dass seine Fraktion einen Brief an den Bürgermeister bezüglich der vorangegangenen Sitzung geschrieben habe. Dieser solle an das Protokoll der Sitzung angefügt werden. Renate Graetsch (UKW) protestierte: „Ich weiß gar nicht, wie der Brief aussieht.“ Vorsitzende Andrea Linfoot (CDU) bot Lentsch die Möglichkeit, den Brief vorzulesen, was dieser jedoch nicht tat. „Wenn der Brief dem Protokoll beigefügt wird, dann ist er öffentlich“, merkte Marion Clausen (FsK) an. Der Bürgermeister verlangte, dass dies nur unter der Voraussetzung geschehen dürfe, dass auch seine Antwort angefügt werde.

Dieser Zeitung liegt der von Lentsch und Fraktionsmitglied Robert Schall unterzeichnete Brief an den Bürgermeister vor. Sie kritisieren, dass es bei der von einem Vater und einer Elternvertreterin der Brüder-Grimm-Schule angestoßenen Diskussion bisher „an einer objektiven und anhand von Parametern belegten Darstellung der geäußerten Wahrnehmungen durch die Verwaltung fehlt“. Stattdessen habe Sander unverzüglich und ohne Beschluss eines Gremiums Schulleitungen und Eltern von seiner Absicht in Kenntnis gesetzt, die Schulen bereits zum kommenden Schuljahr zusammenführen zu wollen.

„Diese Absicht gab und gibt es nicht“, antwortete der Bürgermeister in seinem Schreiben. Durch die rasche Information der Rektoren habe er lediglich verhindern wollen, dass diese von Dritten informiert würden. Dafür hätten sich beide ausdrücklich bedankt. Sander betont, dass der Prozess und die Gespräche mit den Schulen von allen Fraktionen beschlossen worden seien. „Ob und welcher Handlungsbedarf besteht, entscheiden die Gremien“, stellte der Bürgermeister klar. Die Verwaltung werde in diesem Prozess Unterstützung leisten. Sie sei aber gegenüber den Schulleitungen nicht weisungsbefugt.

Sander wies darauf hin, dass am 9. November das neunte und letzte interne Informationsgespräch anberaumt sei, an dem neben 100 Elternvertretern auch der Grundschulreferatsleiter aus dem Bildungsministerium sowie der Schulrat teilnehmen werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3