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Fusion ist nicht die einzige Lösung

Grundschulen Kronshagen Fusion ist nicht die einzige Lösung

Mit einem Themenabend wollte die SPD Kronshagen am Mittwoch die Situation an den beiden Kronshagener Grundschulen Brüder-Grimm-Schule (BGS) und Eichendorff-Schule (EDS) beleuchten. Gut 70 Eltern, Lehrer und Gemeindepolitiker waren der Einladung ins Sportheim des TSV Kronshagen gefolgt.

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Gut 70 Kronshagener, darunter viele Eltern, aber auch Lehrer und Gemeindepolitiker folgten der Einladung der SPD, um über die Situation der Grundschulen zu sprechen.

Quelle: Sven Janssen

Kronshagen. Ziel sei es, die Probleme der Schulen kennenzulernen und der Diskussion einen breiten Rahmen zu geben, sagte SPD-Vorsitzender Johannes Reimann. „Bislang ist zu viel hinter verschlossenen Türen gesprochen worden.“

„Es gibt keine Chancengleichheit für Kinder auf den beiden Grundschulen“, resümierten einige Eltern der Brüder-Grimm-Schule. Schon in den zweiten Klassen sei der Anteil von Schülern mit schlechten Deutschkenntnissen und bildungsfernem Hintergrund groß, bei den beiden ersten Klassen mache die Gruppe mehr als 60 Prozent aus. Bemängelt wurde auch die unterschiedliche Ausstattung beider Einrichtungen.

„Eine Fusion ist keine Lösung, wir haben dann immer noch zwei unterschiedliche Gebäude“, machten vor allem Eltern der EDS deutlich. Zudem sei eine Grundschule mit 500 Schülern deutlich zu groß und könne den Kindern nicht gerecht werden. Unverständnis gab es auch über die Geschwindigkeit, mit der jetzt Entscheidungen herbeigeführt werden sollen. „Die Probleme sind nicht neu und in den vergangenen Jahren auch immer wieder besprochen worden, ohne dass etwas passiert ist“, wurde dem entgegengehalten.

Ein Aspekt, der gegen eine Fusion spräche, sei die Sorge, dass dann der EDS-Leiter gehen müsse. „Niemand wäre gegen eine Fusion, wenn der Schulleiter bleibt“, stellte eine Mutter der EDS in den Raum, das sei zu erreichen, wenn man die Brüder-Grimm-Schule schließe. „Das ist kein Thema für heute Abend“, sagte Moderator Simon Bull.

„Das Thema ist Chancengleichheit, nicht Fusion“, machten BGS-Eltern deutlich. Wichtig sei eine gerechte Verteilung der Schüler auf beide Schulen. Die sei auch auf anderen Wegen zu erreichen, sagte SPD-Landtagsabgeordneter Martin Habersaat, der Mitglied des Bildungsausschusses ist. Es gäbe trotz freier Schulwahl die Möglichkeit, beispielsweise Kinder mit Deutsch als Zweitsprache (Daz) und Kinder aus problematischen Wohngebieten, vor der Belegung der restlichen Plätze gleichmäßig auf die Schulen zu verteilen.

Während einige mahnten, dass mit einem Schnellschuss die Bildung in Kronshagen baden ginge, wiesen andere darauf hin, dass man zügig handeln müsse, damit einem das Thema in ein paar Jahren nicht komplett auf die Füße falle. „Eine Fusion ist nicht die einzige Lösung“, sagte Reimann, verwies aber darauf, dass der Schulträger das Heft in der Hand habe.

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