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Zaun für den Schulfrieden abreißen

Grundschulen Kronshagen Zaun für den Schulfrieden abreißen

Die Entscheidung über die Zukunft der beiden Grundschulen in Kronshagen könnte schneller kommen, als erwartet. CDU, FsK und Grüne haben einen gemeinsamen Antrag auf Zusammenlegung für den Schulausschuss vorgelegt. Sie wollen den trennenden Zaun zwischen den Einrichtungen abbauen.

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Nur noch eine Grundschule für Kronshagen: Spätestens Ende Januar soll der Zaun zwischen Brüder-Grimm-Schule (links) und Eichendorff-Schule (rechts) verschwunden sein, fordern CDU, Grüne und FsK.

Quelle: Sven Janssen

Kronshagen. SPD und UKW beantragen ihrerseits einen Arbeitskreis, der eine Zielvorstellung für chancengleiches Lernen erarbeiten soll. Am Dienstag, 13. Dezember, könnte die Gemeindevertretung über die Anträge entscheiden.

Nach der Vorstellung von CDU, Grünen und FsK, die mit 16 der 24 Gemeindevertreter die Mehrheit stellen, soll die aus der Zusammenlegung neu entstandene Grundschule Kronshagen zum Schuljahr 2017/18 starten. Der Bürgermeister wird aufgefordert, einen entsprechenden Antrag beim Bildungsministerium zu stellen. Die Fraktionen wollen, dass die Schulleitungsstelle ausgeschrieben wird und für die Übergangszeit die beiden derzeitigen Schulleiter als Doppelspitze agieren, um die Zusammenlegung der Kollegien zu unterstützen.

Spätestens mit Beginn des neuen Schulhalbjahres sollen die beiden Schulen ihre Unterrichts- und Pausenzeiten anpassen und den trennenden Zaun zwischen den Einrichtungen abbauen. Noch vor den Weihnachtsferien sollen sich die Kollegien der Schulen zusammensetzen, um die Zusammenarbeit zu intensivieren und um eventuell gemeinsame Feste zu planen. Die nötigen Finanzmittel für die Neugründung einer Grundschule Kronshagen sollen über einen Nachtragshaushalt bereitgestellt werden. Als Kapazitätsgrenze wollen die drei Fraktionen maximal 125 Schüler pro Jahrgang zulassen und damit eine Fünfzügigkeit vorgeben.

In der Begründung zu ihrem Antrag schreiben die drei Fraktionen, dass nur durch eine Neugründung einer Grundschule Kronshagen Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit für alle Schüler gewährleistet werden könne und eine zügige Entscheidung notwendig sei, um die bestehenden Unsicherheiten auch im Interesse der Schulleitungen zu beenden.

Den Schulfrieden wiederherstellen und sichern möchten auch SPD und UKW. Sie beantragen, einen Arbeitskreis zu bilden, der ergebnisoffen eine Zielvorstellung zum Thema chancengleiches Lernen für alle Grundschulkinder inklusive der notwendigen Maßnahmen und eines Zeitplans erarbeiten soll. Dieser Arbeitskreis soll, so wünschen es die beiden Fraktionen, noch in diesem Jahr gegründet werden. Neben den Schulleitern und Vertretern aus den Kollegien sollen auch Eltern sowie ein Vertreter jeder Fraktion beteiligt werden. Alle Sitzungen des Arbeitskreises sollen öffentlich und extern moderiert sein, um eine neutrale Diskussion zu ermöglichen.

Der Arbeitskreis sei nötig, um keine voreiligen Entscheidungen zu treffen und so das Verfahren ohne weitere Einflussmöglichkeiten durch einen Fusionsbeschluss an das Ministerium abzugeben. Nur mit dem Arbeitskreis sei es der Gemeinde möglich, selbst Handlungsalternativen und Konzepte zu entwickeln. Dafür soll dieser zuerst die Probleme analysieren und die Ursachen der geäußerten Chancenungleichheit untersuchen. Anschließend sollen Lösungsansätze und Konzepte erarbeitet werden, um chancengleiches Lernen für alle Grundschüler zu ermöglichen. Am Ende soll der Arbeitskreis einen Plan zur Umsetzung der Maßnahmen mit den Schulen erarbeiten und einen entsprechenden Zeitplan dafür definieren.

Schulausschuss: Dienstag, 29. November, ab 19 Uhr öffentlich im Rathaus.

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Gegen Schulfusion Kronshagen
Foto: Wenn es nach den Initiatoren geht, soll das Bürgerbegehren gegen die Schulfusion in Kronshagen parallel zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein entschieden werden.

Innerhalb von einer Woche sind in Kronshagen mehr als 2000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt worden. Die Antragsteller wenden sich damit gegen die Absicht, die beiden Grundschulen bereits zum Schuljahr 2017/18 zu einer Schule mit mehr als 450 Kindern zusammenzulegen.

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