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Literatur im Blütenmeer

Rosenpark in Mielkendorf Literatur im Blütenmeer

Wer den Duft alter Rosensorten liebt, schätzt den Garten von Gudrun Rix als Geheimtipp ebenso wie Freunde exquisiter Musik- und Literaturabende. Im August öffnet die Steinfurterin ihr Blütenmeer wieder für eine Lesung mit Musik. Texte, Briefe und Kompositionen von Annette von Droste-Hülshoff stehen auf dem Programm der Bühne mutabilis.

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In ihrem Rosenpark bietet Gudrun Rix eine Lesung mit Texten von Annette von Droste-Hülshoff an.

Quelle: Beate König

Mielkendorf. Das drei Hektar große Gelände zwischen den Hügeln der norddeutschen Endmoränenlandschaft zeigt sich als über Jahrzehnte gewachsenes, üppiges Gesamtkunstwerk. Die parkähnliche Anlage mit zwei Holzhäusern, Pavillons und einer unter Buchenkronen verborgenen Bühne hielt der Bund deutscher Architekten schon vor Jahren für preiswürdig.

 Seit einer Fernsehsendung auf Arte über die Dame der Rose ist Gudrun Rix zum internationalen Geheimtipp avanciert. Kunden aus Prag und Paris finden zur Rosenzüchterin. „Ich berate sie, welche alte Sorten in ihre Gärten passen und gestalte Anlagen.“

 Gäste flanieren auf Gudrun Rix’ Anwesen über Grashügel und Wege immer neuen Ausblicken entgegen. Um zwei künstliche Teiche herum gruppieren sich ansteigende Felder mit blühenden Rosen und Stauden. Gräser und Schilf säumen die Ufer, hohe Bäume die Grenzen. Geschützt hinter Hecken stehen mannshoch Azaleen und Rhododendren. Ein arbeitsintensives Lebenswerk, dem inzwischen eines fehlt: „... der Platz,“ sagt Gudrun Rix.

 Vor acht Jahren baute die heute 73-Jährige im Buchenhain die Bühne, stellte feste Bänke auf. Anfangs wurde dort an sechs Abenden im Sommer gespielt, gesungen, gelesen, jetzt nur noch drei Mal pro Jahr. „Das Schleswig-Holstein Musikfestival mit seinen prominenten Gästen gräbt mir das Wasser ab. Ich bin gelackmeiert.“

 „Zu klug, zu eigen, zu adlig“, der Titel fiel Gudrun Rix bei der Recherche über Annette von Droste-Hülshoff ein. „Fünf Mal habe ich die Judenbuche gelesen, eine glasklare Komposition“, sagt Rix. Die spannungsreiche Biografie der hochbegabten Künstlerin, die in der Familie herumgereicht wurde, ihre in Briefen beschriebene, unerfüllte Liebe ließen Gudrun Rix nicht unberührt. Auf ihre Anfrage entwickelte die Schauspielerin Ellen Dorn den spannungsreichen Abend über die Zeitgenossin Heinrich Heines.

 „Zu klug, zu eigen, zu adlig“, Sonntag, 23. August, Mühlenweg 1, Steinfurt/Mielkendorf, 17 Uhr, Karten 25 Euro, Tel. 04340/8614 oder unter gudrun.rix@gmx.de

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