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Schwebefähre auf dem Abstellgleis

Gutachter fehlt Schwebefähre auf dem Abstellgleis

Dieser Zeitplan droht zu platzen: Im März sollte die demolierte Rendsburger Schwebefähre abgehängt werden und auf einem Ponton zum nahen Bauhof der Kanalverwaltung schwimmen. Noch ist sie aber von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Wie lange noch, sei offen. Ein Gutachter der Kieler Behörde war noch nicht an Bord.

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Die Ampel steht auf Rot: Nach wie vor bleibt die demolierte Rendsburger Schwebefähre (Mitte) beschlagnahmt.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg.  Seit einer Schiffskollision Anfang Januar hängt die Schwebefähre schwer beschädigt am Osterrönfelder Ufer des Nord-Ostsee-Kanals. Das Wasser- und Schifffahrtsamt spricht von einem Millionenschaden. Nach dem ursprünglichen Zeitplan der Behörde sollte noch im Februar mindestens eine Fachfirma ein Angebot für die Demontage der Fähre und ihren Transport zum nahe gelegenen Bauhof des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) in der Rendsburger Blenkinsopstraße abgeben. Der Auftrag würde dann im Februar oder März erteilt. Der Transport war zu März geplant.

Hier sehen Sie Bilder von dem Unfall an der Schwebefähre in Rendsburg.

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 Im Anschluss daran sollen auf dem Bauhof Prüfingenieure des Wasser- und Schifffahrtsamts untersuchen, ob die Fähre noch reparabel ist oder verschrottet werden muss. Um technische Fragen zu klären und ein Angebot für die Demontage und anschließende Verschiffung abgeben zu können, müssen jedoch Mitarbeiter von Spezialfirmen zunächst an Bord gehen und auf die Eisenbahnhochbrücke steigen, um in 40 Metern Höhe den Antrieb zu untersuchen. So erklärt das WSA den Ablauf.

 Die Zeit dafür wird knapp. „Es wird so langsam eng, was unseren Zeitplan anlangt“, sagt Matthias Visser, Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts. Die Behörde ist auf die Staatsanwaltschaft angewiesen: „Wir brauchen die Freigabe der Fähre.“

"Keine gesicherten Erfahrungswerte"

 Ob der Zeitplan des WSA noch einzuhalten ist, konnte Visser am Montag nicht sagen. Entscheidend sei neben der Freigabe die Frage, wie lange die Spezialisten der Spezialfirmen brauchen, um zu klären, wie die Fähre demontiert werden kann. „Es gibt da keine gesicherten Erfahrungswerte. Ich müsste da für die Firma sprechen.“ Die aber sei noch nicht gefunden. Seine Behörde habe drei Firmen um Angebote gebeten.

 Nach wie vor sei die Schwebefähre noch beschlagnahmt, und ein Gutachter sei noch nicht im Einsatz, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer am Montag. Es gehe derzeit um die Frage, wie teuer das Gutachten sein wird. Es soll die Schuldfrage klären. Er könne nicht sagen, wie lange der Gutachter auf dem Wrack arbeiten muss und wie lange die Fähre noch beschlagnahmt bleibt: „Der Fall ist sehr speziell.“

 Das Wasser- und Schifffahrtsamt will indes ab diesem Monat klären, ob eine schwimmende Fähre als vorübergehender Ersatz zum Einsatz kommt. Zunächst soll es ein „Interessensbekundungsverfahren“ geben, an dem private Fährenbetreiber teilnehmen können. Die Behörde bereite derzeit dieses Verfahren vor, sagte Visser. Mit Sicherheit komme die Ersatzfähre – wenn überhaupt – nicht vor April.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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Kreis Rendsburg-Eckernförde
Foto: Seit zwei Wochen liegt die Schwebefähre am Osterrönfelder Ufer des Nord-Ostsee-Kanals fest.

Der Regionalausschuss des Kreises Rendsburg-Eckernförde hat sich am Mittwochabend einstimmig für einen Erhalt der Schwebefähre ausgesprochen. Es stehe „außer Zweifel, dass die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung auch in Zukunft für den Betrieb einer Schwebefähre an der jetzigen Position verantwortlich ist“.

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