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Gute Chancen für einen Nachmieter

Schuhgeschäft schließt Gute Chancen für einen Nachmieter

Die Arko-Filiale ist bereits dicht, das Schuhhaus Claussen schließt Ende Februar und ein neues Geschäftshaus wird vielleicht auch gebaut: In der Einkaufsstraße in Bordesholm deuten sich einige Veränderungen an. Ab Mai wird der Bereich im Rahmen der Städtebauförderung fünf Monate lang umgestaltet.

Das Schuhhaus Claussen in Bordesholm am Anfang der Einkaufsstraße schließt in einigen Wochen seine Türen. Eine Nachfolge ist in Aussicht, aber es handelt sich nicht um ein Schuhgeschäft.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Bordesholm. Die roten Aufkleber mit der Aufschrift „Total Räumungsverkauf“ hängen seit Dezember am Schaufenster und fallen ins Auge. Nach 15 Jahren schließt Ende Februar das Schuhhaus Claussen in Bordesholm. „Dieser Schritt fällt uns nicht leicht. Gerade nach einer so langen Zeit“, berichtet die Inhaberin Miriam Claussen. Die Entscheidung habe auch überhaupt nichts mit dem anstehenden fünfmonatigem Umbau samt Sperrung der Einkaufsstraße zu tun, man reagiere auf persönliche Veränderungen im familiären Bereich. Die Läden in Ascheberg und Plön werde die Familie aber behalten.

 Zu einem längeren Leerstand an dieser exponierten Stelle an der Einfahrt zur Bahnhofstraße wird es wohl nicht kommen, allerdings wird kein Schuhfachgeschäft einziehen. „Wir haben einen Mietvertrag bis August, aber die Chancen stehen günstig, dass ein Nachfolger früher einzieht“, hofft Miriam Claussen. Um was für ein Geschäft es sich handelt, könne sie wegen der laufenden Verhandlungen nicht sagen. Es soll sich nach Informationen unserer Zeitung aber um Textilien handeln.

 Nach der Arko-Filiale (31. Dezember) direkt gegenüber ist das Schuhhaus das zweite Geschäft, das in und um die Einkaufsstraße schließt. Und es deuten sich weitere Veränderungen an. So will beispielsweise ein Handwerksbetrieb an den Ortsrand umsiedeln. Zudem laufen derzeit Verhandlungen zur Realisierung eines neuen Geschäftshauses auf der freien Fläche zwischen dem Rathaus und den Firmen Kiel. Ende Januar oder Anfang Februar sei mit einer Entscheidung zu rechnen, ob der Neubau kommt oder nicht, hieß es von Insidern.

 Insgesamt sei es derzeit aber schwierig, neue Läden im Bereich Einzelhandel nach Bordesholm zu holen, meinte auf Nachfrage unserer Zeitung Ronald Büssow, Vorsitzender der SPD-Fraktion und Initiator eines örtlichen Unternehmerstammtisches. Aus seiner Sicht sei mehr Engagement der Kommune in puncto Wirtschaftsförderung notwendig und eine strategische Ausrichtung wünschenswert. „Es wäre fatal, wenn wir die Einkaufsstraße für viel Geld sanieren und dann Leerstände haben.“

 Der genaue Zeitpunkt für die Straßensanierung und des gesamten Umfelds, die SPD und CDU als deutlichen Gewinn für den Ort einstufen, steht noch nicht genau fest. „Er ist abhängig von der Fertigstellung der Tunnelbaustelle am Bahnhof. Wir peilen aber einen Umbaustart im Mai oder Anfang Juni an“, sagte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht. Das Gesamtvolumen der Städtebaumaßnahme, die bis Ende des Jahres fertig sein muss – fünf Monate sind geplant – beläuft sich auf knapp 1 Million Euro. Diese Summe hält die FDP, wie mehrfach berichtet, für „verantwortungslos“. Der Vorsitzende Helmut Berger monierte zuletzt, dass die Sperrung des Durchgangsverkehr bei der Baumaßnahme für einige Geschäftsinhaber zur Zerreißprobe werden könnte. „Wir legen aber großen Wert darauf, dass zumindest von einer Seite noch an die Geschäfte zum Be- und Entladen herangefahren werden kann“, betonte Amtsdirektor Lembrecht am Donnerstag auf Nachfrage.

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