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Kühe zieren die Trafo-Stationen

Kunst in Bordesholm Kühe zieren die Trafo-Stationen

Mit einer Sprühkunstoffensive bringt Harald Boigs jede Menge Farbe auf die Transformatoren-Stationen in der Region. Im Auftrag der Versorgungsbetriebe Bordesholm (VBB) trägt der 36-jährige Künstler selbst entwickelte Motive auf die Flächen der Betonkästen. An die 70 Trafos werden neu gestaltet – auch mit dem Ziel, zukünftig unerwünschte Graffiti und Schmierereien zu verhindern.

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Harald Boigs sprühte an eine Trafowand eine Kuh mit einem verschlungenen, pinkfarbenen Glasfaserkabel.

Quelle: Tietgen

Bordesholm. Das Projekt ist langfristig angelegt: Auf mehrere Jahre schätzt Harald Boigs den Arbeitsaufwand für die neuen Ansichten. Im Fokus des Künstlers und der VBB stehen dabei die Trafos in Bordesholm und den Umlandgemeinden, die deutlich an Straßen oder Gehwegen zu sehen sind. Mit seiner Spraykunst ist Boigs im Ort kein Unbekannter: Bilder von ihm zieren bereits die Wartehalle im Bahnhof, den Flur der örtlichen Feuerwache oder die Fassade des Kinder- und Jugendtreffs. Für die Trafos hat der Bordesholmer mit frisch bestandenem Examen der Muthesius-Kunsthochschule Motive aus der unmittelbaren Umgebung ausgewählt. Auch vergangene Reizthemen finden sich auf den Stromumformern.

 So prangt auf dem Trafo an der Kreuzung Bahnhofstraße/Steenredder eine Graffiti-Version des abgerissenen Gebäudeensembles auf dem ehemaligen Brüggen-Areal. Den Kasten am Lüttenheisch nahe der Bahnunterführung ziert eine fliegende Fledermaus – der alte Trafoturm dahinter bietet den Insektenjägern seit vielen Jahren eine Bleibe. Durch Motive wie die Kuh mit einem pinkfarbenem Glasfaserkabel kam Boigs zudem mit Spaziergängern ins Gespräch. „Einige blieben stehen und meinten, die Kuh braucht doch einen Namen“, erzählte der Künstler.

 Vor dem Griff zur Spraydose legt Harald Boigs den Versorgungsbetrieben Zeichnungen seiner Ideen vor. „Da sind tolle Sachen dabei, das wird den Ort verschönern“, ist sich VBB-Geschäftsführer Frank Günther sicher. Dabei hofft er auf einen wichtigen Nebeneffekt: Die Trafokunst soll unerwünschte Graffiti und Schmierereien verhindern. Die Reinigung der rauen Betonflächen ist aufwendig, bis zu 1000 Euro kostet das Saubermachen pro Kasten. „Es gibt ja einen Ehrenkodex unter den Sprayern, dass bereits besprühte Flächen nicht mehr angerührt werden, darauf hoffen wir“, erläutert Frank Günther.

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