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Turbinen und Panzermotoren brüllen

Superpull des Nordens Turbinen und Panzermotoren brüllen

Turbinen russischer Kampfhubschrauber und Motoren von Panzern treiben ihre Maschinen an: Am Pfingstmontag traten Piloten in Haßmoor bei Rendsburg zum traditionellen Tractorpulling an. Mehrere Tausend Besucher erlebten Full Pulls bis zur Ziellinie und Flammen aus der Maschine von „Thor“.

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 Der "Erlkönig" von Matthias Vogelsang schafft 99 Meter. Zwei Turbinen russischer Kampfhubschrauber treiben die Maschine an.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Haßmoor. Ein ohrenbetäubendes Dröhnen liegt über der Naturarena am Rand von Haßmoor. Auf zwei lang gezogenen Hängen sitzen Tausende Zuschauer sich gegenüber. Dazwischen eine gut 100 Meter lange Lehmpiste. Matthias Vogelsang ist mit seinem „Erlkönig“ gut vom Start weggekommen. Zwei Turbinen russischer Kampfhubschrauber treiben die Maschine an. Am Ende trennen nur noch wenige Zentimeter den Piloten in der 3,5-Tonnen-Klasse von der Ziellinie und vom „Full Pull“.

Was die Faszination ausmacht? „Es ist die Stimmung, das Dröhnen, das bis in den Magen geht und der Geruch von Treibstoff“, sagt der Lübecker Jan-Henning Stolte. „Was haben wir ein Glück“, lacht derweil Hans-Jürgen Ehlers. Denn kein Tropfen fällt vom Himmel, an dem schwere Wolken hängen. „Was haben wir gezittert die letzten Tage.“  Der 73-jährige Ehlers gehört zu den Organisatoren in Haßmoor. Er ist das Urgestein beim sogenannten Superpull des Nordens.

Hier sehen Sie Fotos vom Tractorpulling in Haßmoor 2015.

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Das Publikum hält derweil für einen Moment den Atem an. Auf der Piste schlagen kurz nach dem Start Flammen aus dem Motor von „Thor“. Schluss für den Piloten Andreas Bender. Er hatte das Kraftstoffgemisch offenbar zu mager eingestellt, urteilt Wettkampf-Moderator Ulf Schnackenberg über die Platzlautsprecher.

Immer wieder brüllt Ulf Schnackenberg „Fuuulll Puuull“ ins Mikrofon und als Antwort dröhnt eine Schiffssirene von den Publikumsrängen. Auch als der Schweizer Christian Ebner vom „Ghost Buster“-Team aus dem Schwarzwald die Ziellinie erreicht. Kaum hat ihn ein Schlepper zurück ins Fahrerlager geschoben, springt Ebner vom Sitz seiner von einem V-12-Rolls-Royce-Motor angetriebenen Maschine, schiebt mit einem Kollegen den nächsten Traktor des Teams an den Start, füllt Treibstoff in den Tank einer anderen Maschine. Es muss schnell gehen. Wer trödelt, verpasst den Start und ist disqualifiziert.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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