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Zum Jubiläum schön gemacht

Haßmoor feiert 100. Geburtstag Zum Jubiläum schön gemacht

Haßmoor. Die Gemeinde Haßmoor mit den Ortsteilen Hoebek und Wittenkamp liegt zwischen Rendsburg und Kiel in landschaftlich reizvoller Lage am Rande des Naturparks Westensee. An diesem Sonnabend gibt es für die 290 Einwohner einen triftigen Grund zum Feiern: Das Dorf wurde am 5. Mai 1915 gebildet und besteht demnach seit 100 Jahren.

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Bürgermeister Eggert Voss: „In Haßmoor funktioniert das Zusammenleben.“

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Die Geschichte von Haßmoor ist eng verbunden mit dem Gut Emkendorf. „Kraft unter Maß, was so viel bedeutete wie Kasse leer, hat dazu geführt, dass die Landgesellschaft vom Gut 1000 Hektar gekauft hat und sich Landwirte ansiedeln konnten. Dadurch ist die Landgemeinde Haßmoor entstanden“, erzählt Ehrenbürgermeister Hans Kühl.

 Seit seiner Geburt vor 77 Jahren wohnt Kühl in dem Dorf. Doch nicht nur das: Fast sein halbes Leben lang, von Mai 1970 bis Juni 2008, war der ehemalige Landwirt ehrenamtlicher Bürgermeister. Sparsamkeit habe die Kommunalpolitik geprägt. „Wir haben für gesunde Finanzen gesorgt“, blickt Kühl zufrieden zurück. Aus Kostengründen kam es in den 90er Jahren auch nicht zum Kauf des früheren Gasthofes Biller. „Eine Million Mark, so viele Schulden wollten wir nicht machen.“ Anstelle des Gasthofes musste ein Versammlungsraum her. Den bildet seit 1998 das Feuerwehrgerätehaus. „Zehn Jahre lang haben wir geplant. Der Gemeinde fehlte im Dorfzentrum ein Gelände, das sie dann aber durch einen Grundstückstausch erwerben konnte.“

 Gesunde Finanzen – die seien auch ein Verdienst der Bürger, die in vielfältiger Weise ehrenamtlich im Ort tätig sind. „Wir haben Patenschaften für die Pflege des Dorfes gebildet.“ Der Dorfplatz vor dem Feuerwehrgerätehaus, Bordsteine, Bus-Parkbuchten, Orts- und Verkehrsschilder, Gedenkstein, Kinderspielplatz und Feldwege – „etwa 40 Menschen engagieren sich“, weiß Kühl.

 Landwirt Eggert Voss ist stolz darauf, Bürgermeister eines liebenswürdigen Dorfes zu sein, in dem das Zusammenleben funktioniert. „Man kennt sich, man freut sich, lacht und leidet miteinander.“ Das Gemeindeoberhaupt seit Juni 2008 macht sich jedoch Sorgen um die ländliche Harmonie. „Kleine Gemeinden sind bei der Landespolitik nicht mehr so erwünscht.“

 Mit größeren Einheiten würde die dörfliche Identifikation verlorengehen. „Wir brauchen keine Machbarkeitsstudien, bei uns wird angepackt.“ So auch vor dem Jubiläumsfest. „Viele Einwohner haben das Dorf schmuck gemacht.“ Am Sonnabendvormittag gibt es einen Empfang für geladene Gäste, ab 14 Uhr findet ein Familiennachmittag statt und abends der Festball.

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