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Bezahlbarer Wohnraum kommt

Flintbek Bezahlbarer Wohnraum kommt

Mehr als 300 Unterschriften übergab Mario Knothe zur Sitzung des Hauptausschusses am Mittwochabend an Vorsitzende Wiebke Stöllger (CDU). Der Grund für die Aktion war die Ablehnung der Planungen, ein Gelände am Heimstättenweg zu bebauen. Damit hatten die Anwohner jedoch keinen Erfolg.

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Günstigen Wohnraum schaffen am Heimstättenweg in Flintbek - das befürwortete einstimmig der Hauptausschuss.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. Mario Knothe hatte auch ein dreiseitiges Schreiben dabei, in dem die Vorzüge aufgezählt werden, die die Fläche am Heimstättenweg für die dortigen Anwohner bereithält. „Warum steht der Heimstättenweg in der Planung so weit oben und nicht der Lassenweg?“, wollte Knothe in der Einwohnerfragestunde wissen. Antworten gab es von Bürgermeister Olaf Plambeck. „Wir haben uns zuerst Flächen im Allgemeinen angesehen, die der Gemeinde gehören und für eine Bebauung in Frage kommen. Dann wurde eine Prioritätenliste erstellt“, erläuterte er das Prozedere. „Wir haben einen großen Bedarf an Geschosswohnungsbau – das hat im Übrigen nichts mit den Flüchtlingen zu tun.“ Er fügte hinzu: „Es soll nicht die gesamte Grünfläche bebaut werden, es geht heute nur darum, einen Grundsatzbeschluss zu fassen. Es ist nicht so, dass morgen die Bagger kommen.“ Des Weiteren verwies der Verwaltungschef auf die Vorgaben der Landesplanung, die eine Bebauung innerorts vorsehen. Man werde aber stets unter Beteiligung der Anlieger weiter verfahren: „Uns ist bewusst, dass für die Anwohner Neues nie schön ist, aber der Bedarf nach Wohnraum ist da. Flintbek ist begehrt.“

 Helmut Groß (UWF) argumentierte ähnlich. „Vom Spielplatz geht nichts verloren, der Teich ist kein Feuerlöschteich und kann daher in den Baubereich einbezogen werden.“ Ähnlich sah es Rüdiger Voges (Grüne): „Das Areal am Heimstättenweg zu bebauen ist nicht problematisch, denn wir müssen innerorts weitermachen. Aber vielleicht sollten wir auch die Fläche am Lassenweg mit in Betracht ziehen.“ Die Vorzüge des Lassenwegs als bebaubare Fläche sah auch Wulf Briege (SPD), allerdings nicht als Ersatz für den Heimstättenweg, sondern: „Wir haben keinen bezahlbaren Wohnraum, wir sollten beide Flächen für den sozialen Wohnungsbau in Betracht ziehen. Wir sollten was den sozialen Wohnungsbau angeht beschleunigt arbeiten.“

 Das sah Groß anders: „Der Parkplatz Lassenweg wird dringend als Parkplatz für die Schule benötigt. Zudem ist es alles andere als schön, wenn eine Hauptstraße auf der einen Seite und eine Bahn auf der anderen Seite eine Wohnbaufläche begrenzen“, gab er zu bedenken. So beantragte Wulf Briege, den Lassenweg in die Planungen für den Bau von sozialem Wohnraum einzubeziehen. Die Abstimmung endete mit fünf Ja-Stimmen (SPD und Grüne) bei fünf Nein-Stimmen (UWF und CDU) und galt damit als abgelehnt. Der ursprüngliche Beschlussvorschlag, einen Teilbereich der gemeindeeigenen Fläche Spielplatz Heimstättenweg als Fläche für sozialen, bezahlbaren Wohnraum auszuweisen, wurde einstimmig angenommen.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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