12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Jetzt geht’s an das Ersparte

Haushalt Bredenbek Jetzt geht’s an das Ersparte

Die Gemeinde Bredenbek wird an ihr Erspartes heran müssen. Für den Finanzbedarf wird im Dorf einfach nicht genug Geld erwirtschaftet. Das riesige Polster von 1,55 Millionen Euro (Ende 2015) soll laut Prognose bis 2019 auf schlappe knapp 7000 Euro schrumpfen. Nun gilt es, zu handeln.

Voriger Artikel
Ganz nah an der Ministerin dran
Nächster Artikel
Grooven mit Charly Beutin

Die alte Sporthalle ist immer wieder Thema in Bredenbek. Für die Planung eines eventuellen Neubaus sollen im nächsten Jahr 5000 Euro bereitgestellt werden. Wie ein Neubau angesichts der hohen Haushaltsdefizite finanziert werden könnte bleibt offen.

Quelle: Sven Janssen

Bredenbek. Die Gemeinde Bredenbek lebt ab diesem Jahr aus der Substanz: Sowohl der im Finanzausschuss beratene 1. Nachtragshaushalt dieses Jahres, als auch der einstimmig empfohlene Haushalt 2017 zeigen, dass die Gemeinde ihren Finanzbedarf nicht selbst erwirtschaften wird. Es geht an die Ersparnisse. Der Ausschuss hat die Erhöhung der Hebesätze für die Grundsteuer A und B auf 325 Prozent und der Gewerbesteuer auf 336 Prozent empfohlen.

Zum Jahresende 2015 hatte die Gemeinde noch rund 1,55 Millionen Euro an liquiden Mitteln. 680000 Euro werden davon laut Nachtragshaushalt 2016 benötigt, um dessen Defizit auszugleichen. Für nächstes Jahr prognostiziert der Finanzhaushalt ein weiteres Defizit von 469100 Euro, sodass zum Jahresende 2017 nur noch 398665 Euro übrig bleiben. Bis 2019 sollen laut der Schätzungen die anfangs 1,55 Millionen Euro auf 6995 Euro geschmolzen sein. Bürgermeister Bartelt Brouer (SPD) erinnerte daran, dass die rund 390000 Euro, die die Gemeinde als Fördermittel für die Kita-Erweiterung erwartet, noch nicht in den Berechnungen berücksichtigt seien. Die Summe würde das Ergebnis verbessern.

„Bislang haben die Einkünfte durch Grundstücksverkäufe für ein positives Ergebnis der Gemeinde gesorgt“, erklärte Kämmerer Marco Carstensen. 2015 hatte die Gemeinde damit die liquiden Mittel noch deutlich aufstocken können.

„2017 wird das Jahr der Planung und Weichenstellung“, sagte Finanzausschussvorsitzender Rainer Horrelt (SPD). Die wesentlichen Projekte hingen von der dann anlaufenden Ortsentwicklungsplanung ab, für die 18000 Euro bereit gestellt wurden. Dazu zählt neben dem Umgang mit der Fläche Reimerscher Hof, hier könnte die Gemeinde durch den Verkauf von Grundstücken Gewinne machen, auch die Möglichkeit, weitere Flächen im Innenbereich zu entwickeln und Neubaugebiete auszuweisen.

Auch die Sanierung und Vergrößerung der Sporthalle ist an den Ortsentwicklungsplan gekoppelt worden. Ein Neubau würde die Haushalte wohl mit zusätzlichen 2,5 Millionen Euro belasten. Eine Sanierung samt Ausbau wäre günstiger. Für einen optionalen Neubau hat die Gemeinde 5000 Euro als Vorplanungskosten angesetzt. „Wir rechnen damit, dass die Ortsentwicklungsplanung im wesentlichen 2017 abgeschlossen sein wird“, so Horrelt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Das THW-Magazin

Erfahren Sie mehr!
Einblicke hinter die
Kulissen des THW-Kiel

THW-Liveticker!

THW-Spieltage online
live verfolgen, mit
dem THW-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3