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Kaum noch Einsparmöglichkeiten

Haushalt Quarnbek Kaum noch Einsparmöglichkeiten

Die Haushaltsberatungen beschäftigten den Finanzausschuss Quarnbek am Montag. Die Lage ist schwierig. Die Ausgaben der Gemeinde überschreiten die Einnahmen bei weitem. Die liquiden Mittel sind nach Berechnungen des Kämmerers Ende 2017 verbraucht, und die Gemeinde ist pleite.

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In der Kita Strohbrück spielen die Erzieherinnen mit den Knirpsen: Die Betreuung könnte hier für die Eltern allerdings bald teurer werden.

Quelle: Sven Janssen

Quarnbek. Hauptgrund für das Defizit sind die laufenden Kosten, zum Beispiel für Kindergarten und Schule, aber auch für die Feuerwehr, die im kommenden Jahr auf Digitalfunk umgestellt wird, was Kosten von rund 16000 Euro verursacht. Alles Kosten, so Bürgermeister Klaus Langer (Grüne), die man nicht ändern könne, da die Gemeinde ihren Pflichtaufgaben nachkommen müsse.

Aus den Ausschüssen, die nochmals ihre eigenen Haushalte zusammengestrichen hatten, wurde fast unisono deutlich, dass es kaum mehr Einsparpotenzial gebe. Kleine Dinge bringen leichte Veränderungen: So spart die Gemeinde durch die Verkleinerung der Gemeindevertretung rund 4500 Euro, etwa 23000 Euro sollen laut Haushaltsplan mit dem Verkauf des Spielplatzes Ginsterbusch erlöst werden. Am Ende liegt das Defizit nach Plan noch immer bei 111000 Euro, die Gemeinde rutscht damit rund 4300 Euro ins Minus.

„Es ist wichtig, dass die Gemeinde ihren Aufgaben nachkommt“, sagte Kämmerer Marco Carstensen. Gerade bei den Kindergartengebühren sei man noch weit von einer Elternbeteiligung in Höhe von einem Drittel der Gesamtkosten entfernt. Hier müsse die Gemeinde nachbessern, mahnte er.

Damit stieß er auf wenig Gegenliebe. „Wenn der Elternanteil auf ein Drittel der Kosten angehoben wird, dann muss auch das Land ein Drittel zahlen, und das tut es nicht“, sagte Bürgermeister Klaus Langer. Bei der vergangenen Anhebung sei die Gemeinde ganz bewusst nicht den Berechnungen des Amtes gefolgt, weil das den Eltern nicht zumutbar gewesen sei. Auch Sozialausschussvorsitzender Carsten Bock sah keinen Grund, sofort zu handeln. „Wir können nicht monatlich die Gebühren anpassen“, sagte er. Die Zahlen würden sich ständig ändern, da sei es schwer, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Grundsätzlich müsse man das Thema aber im Sozialausschuss behandeln.

„Wir müssen sehen, wie wir die Einnahmen verbessern können“, sagte Finanzausschussvorsitzender Kay Oldörp. Themen, wie die Straßenausbaubeitragssatzung dürften die Gemeindevertreter in den nächsten Sitzungen beschäftigen. „Auch wenn die Haushalte immer negativ aussehen, war es bislang so, dass wir bei den Jahresabschlüssen immer erheblich besser dastanden, als erwartet“, sagte Langer. Es sei zu hoffen, dass es dabei bleibe.

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