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Hundebesitzer oft uneinsichtig

Eckernförde Hundebesitzer oft uneinsichtig

Zahlreiche Hundehalter lassen ihre Vierbeiner trotz Verbotes am Strand herumlaufen. Das sorgt für Unmut und Unverständnis – auch bei denen, die sich an die Regeln halten.

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Im Sommer sind am Eckernförder Strand keine Vierbeiner erlaubt. Viele Hundebesitzer halten sich nicht an die Vorgabe.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. „Es gibt Hundebesitzer, die völlig uneinsichtig sind“, weiß Eckernfördes Touristikchef Stefan Borgmann aus eigener Erfahrung und aus den Schilderungen seiner Mitarbeiter. Längst nicht alle Halter, die mit ihrem Hund am Strand entlang spazieren, würden, wenn man sie anspricht, ihren Fehler eingestehen, sich entschuldigen und auf die Promenade wechseln. Sehr viel häufiger komme es vor, dass die Hundebesitzer aggressiv reagieren und sogar Schläge androhen würden. Nach seinen Worten seien nicht alle Hundebesitzer so, aber leider noch „viel zu viele“. „Denen fehlt einfach jegliches Verständnis“, sagt Borgmann. Verständnis zum Beispiel für die Sorge von Eltern, die ihre im Sand spielenden Kinder bedroht sehen, oder aber für Menschen, die Angst davor hätten, von unangeleint herumtobenden Hunden angesprungen zu werden. Hinzu komme, dass die „Hinterlassenschaften“ der Tiere oftmals nicht richtig beseitigt, sondern nur schnell mit Sand bedeckt würden.

 Fakt ist, dass sich Hunde in der Zeit vom 1. April bis zum 15. Oktober ausschließlich im Bereich des ausgewiesenen Hundestrandes aufhalten dürfen. Auf das Verbot für die anderen Strandabschnitte werde auf Schildern „mehr als deutlich und genügend hingewiesen“, meint der Touristikchef. Das sehen allerdings nicht alle so. „An sämtlichen Strandzugängen müssten große und eindeutige Schilder angebracht werden. So wie das am Borbyer Strand der Fall ist“, sagt eine Passantin, die namentlich nicht genannt werden möchte. Denn auch sie wurde schon mehrfach von Hundebesitzern auf übelste Art beschimpft und bedroht.

 „Uns sind die Hände gebunden“, weist Borgmann darauf hin, dass die Touristik für den Strand zwar Hausrecht habe, aber keine rechtlichen Möglichkeiten besitze, dem Ärgernis zu begegnen: „Wir sind nicht die Polizei und auch keine Ordnungsbehörde.“

 Der städtischen Ordnungsbehörde steht Klaus Kaschke vor. Er kennt das leidige Thema nur zu gut, hat aber auch keine verbindliche Lösung für das Problem. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes seien keine Vollzugsbeamten. Entsprechend könnten sie Hundebesitzer auch nur auf das Fehlverhalten hinweisen und an deren Einsicht appellieren. Der Versuch, ein Ordnungsgeld zu verhängen, scheitere zumeist an der Aufnahme der Personalien. Und wenn die zur Unterstützung gerufene Polizei eintreffe, seien die Hundehalter schon längst weg.

 Der Versuch aus dem Vorjahr, die uniformierten Verkehrsüberwacher der Stadt ab und an mal an den Strand zu schicken, habe sich nach Kaschkes Worten durchaus bewährt. Deshalb wolle man das auch in dieser Saison wiederholen. Vordringliche Aufgabe der Mitarbeiter sei das allerdings nicht.

 Ein schwacher Trost: Eckernförde ist mit diesem Problem nicht allein. Auch in anderen Bädern entlang der Bucht ist es präsent. Zum Beispiel in Strande. Dort blickt Touristikchef Heiko Drescher bereits sehnsüchtig nach vorn: Ab dem 1. Mai patrouilliert der Strandranger wieder regelmäßig. Dann würden sich nicht mehr so viele Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern ans Ufer trauen, weiß Drescher.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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