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Ortsverein des Heimatbundes droht die Auflösung

Kronshagen Ortsverein des Heimatbundes droht die Auflösung

Alarmsignale beim Heimatbund Kronshagen: Dem noch 145 Mitglieder starken Ortsverein droht die Auflösung. Ursa Dörfer wird in der Versammlung am 24. Februar nicht erneut für den Vorsitz kandidieren. Da eine Nachfolge nicht in Sicht ist, steht die mögliche Auflösung auf der Tagesordnung – Überalterung ist ein großes Problem.

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Tritt nicht wieder an: Ursa Dörfer, Vorsitzende des Heimatbund Kronshagen.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. „Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, denn die zweijährige Arbeit für den Heimatbund bereitete mir viel Freude“, versichert Ursa Dörfer. Ihre Gesundheit verlange nun jedoch, kürzer zu treten – der Vorsitz sei mit hohem Zeitaufwand verbunden. 2014 war die jetzt 67-Jährige die Retterin gewesen, als der langjährige Vorsitzende Joachim Nowald nicht mehr zur Wiederwahl antrat. Da niemand die Nachfolge übernehmen wollte, stand der erfolgreiche Ortsverein vor der Auflösung. Als Ursa Dörfer damals in dieser Zeitung von der Notlage las, reagierte sie prompt: Sie trat in den Heimatbund ein und stellte sich zur Wahl.

 Mit großer Energie und vielen Ideen packte sie behutsam eine Neuausrichtung des Ortsvereins an. Das Bewährte sollte erhalten, aber durch zusätzliche Angebote für jüngere Leute erweitert werden. Neben Platt & Punsch, dem Maibaumfest und den Tagesexkursionen gab es nun etwa eine Talkrunde zum Thema Heimat, Lesungen von Bauer Matthias Stührwoldt und Poetry Slams auf Platt.

 „Alle Veranstaltungen waren gut besucht, brachten unterm Strich aber keinen Erfolg“, bilanziert die Vorsitzende. Im vergangenen Jahr traten 24 Mitglieder aus, aber trotz Werbung kein neues ein. „Dem Heimatbund geht es offenbar nicht anders als vielen Vereinen“, sagt Ursa Dörfer. Neben der Vorsitzenden kandidieren auch die langjährige Stellvertreterin Magdalena Bruhn und Beisitzerin Angelika Lubinski nicht mehr; zudem ist das Amt der Schriftführung seit einem Jahr umbesetzt. Mit 6:2 Stimmen sprach sich der Vorstand für die Auflösung aus. Doch noch gibt es Hoffnung: Beisitzerin Eicke Paysen wäre bereit, zunächst als Stellvertreterin und in zwei Jahren für den Vorsitz zu kandidieren. Es fehlt eine Lösung für die kommenden zwei Jahre.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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