27 ° / 11 ° heiter

Navigation:
Wind der Veränderung nutzen

Eckernförde Wind der Veränderung nutzen

„Die Schüler sollen das Maß der Dinge sein, für sie tragen wir eine große Verantwortung“, sagte die neue Schulleiterin Heinke Marquardt. Die 48-jährige Koselerin trat jetzt nach einem Dreivierteljahr Interimsleitung durch Kerstin Sommer die Leitung der Gorch-Fock-Schule in Eckernförde an.

Voriger Artikel
Freude an traditionellem Liedgut
Nächster Artikel
Geheimnisvolle Gesichter aus Baumstämmen

Heinke Marquardt (Mitte) freut sich auf die neue Herausforderung an der Gorch-Fock-Schule. Neben ihr Kerstin Sommer (links) und Karen Schmidt, Leiterin der Grund- und Gemeinschaftsschule Eckernförde, Standort Süd.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Marquardt studierte Deutsch und Musik und unterrichtete bisher auch Weltkunde. Sie ist in Hamburg geboren, in der Nähe von Buxtehude aufgewachsen und wusste bereits – wie sie am Donnerstagmittag bei der Amtseinführung berichtete – in der zweiten Klasse, dass sie Lehrerin werden wollte. „Das hat ja bekanntlich gut geklappt“, so Marquardt, die sich bereits seit einigen Tagen im Kreis ihrer neuen Schüler und Kollegen gut aufgenommen fühlt.

Für das Schulamt war die Koselerin die erste Wahl. Das betonte André Berg, Schulrat des Kreises Rendsburg-Eckernförde, bevor er die Ernennungsurkunde überreichte. 20 Jahre Tätigkeit an der benachbarten Peter-Ustinov-Schule ließen die neue Stelle für Marquardt zu einem Heimspiel werden. Dennoch: Der für das Schuljahr 2017/2018 geplante Umzug in die Räume der Grund- und Gemeinschaftsschule Eckernförde, Standort Süd, habe bereits in der Vergangenheit für Widerstand gesorgt. Berg: „Das gehört bei Veränderungen aber dazu – und ist eine Herausforderung.“ Große Veränderungen von Seiten des Schulamtes seien allerdings nicht mehr geplant, und die Flüchtlingsproblematik sorge schon genug für schwierige Aufgaben.

Bürgermeister Jörg Sibbel verlieh seiner Freude Ausdruck, nach einem Dreivierteljahr Vakanz nun die Stelle besetzt zu sehen. Sein Dank galt auch Kerstin Sommer, die bereits zum dritten Mal die Leitung kommissarisch übernommen hatte. „Die Aufgaben einer Schulleiterin sind umfangreich“, so Sibbel. Sie müsse die Schulentwicklung im Auge behalten, für Verbesserungen sorgen, auf pädagogische Qualität achten, engen Kontakt zu Kollegen, Eltern und Schülern halten sowie die ehrenamtlichen Mitarbeiter wie beispielsweise im Carlo Club unterstützen und auch noch viel Verwaltungsarbeit leisten.

„Bin ganz gerührt“, sagte Marquardt, die mit ihrem Mann Raimond und Sohn Momme (9) zur Amtseinführung gekommen war. „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen“, zitierte Marquardt ein chinesisches Sprichwort. „Wir wollen zu denjenigen zählen, die Windmühlen bauen und uns die Veränderung zu Nutze machen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige