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So günstig wie vor neun Jahren

Heizölpreise So günstig wie vor neun Jahren

Die Heizperiode hat begonnen, doch der Preis für Heizöl ist fast so niedrig wie Ende August, berichten Heizölhändler in der Region Rendsburg. Ab 55,69 Euro sind 100 Liter zu haben, und eine wesentliche Erhöhung wird nicht erwartet. Vor zwei Jahren waren für die gleiche Menge noch 82,13 Euro fällig.

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Tankwagenfahrer wie Reinhard Jürgensen von der Firma MHV Jensen in Fockbek sind zurzeit von morgens bis abends im Einsatz. Sie versorgen die Privathaushalte mit Mengen zwischen 500 und 5000 Litern Heizöl.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. .

 Dirk Jensen hat für einen Preisvergleich ins Archiv geschaut. „So günstig wie aktuell waren die Kosten zuletzt vor neun Jahren“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter der Firma Mineral- und Heizölvertrieb (MHV) in Fockbek. Die Ursache für die jetzige Preisgestaltung sieht er so: „Es ist überproportional viel Erdöl gefördert worden, gleichzeitig ist aber die Wirtschaftsleistung weltweit nicht so hoch geschnellt wie erwartet. Es ist weniger Öl verbraucht worden, die Lager sind randvoll gefüllt.“

 Seine Erfahrung: „Der Verbraucher geht davon aus, dass sich die Preise, so wie sie sich seit Ende August darstellen, in den nächsten Wochen nicht nennenswert verändern werden.“ Jensen meint, dass knapp 70 Prozent der Haushalte versorgt sind. Dazu hätten Niedrigstpreise seit August um 51,09 Euro pro 100 Liter geführt. Die Nachfrage sei momentan ganz normal, die Tankwagen ausgelastet. Er selbst rechnet damit, dass Heizöl vielleicht um zwei bis drei Cent pro Liter teurer werden wird. Deshalb sein Rat: „Wenn Bedarf, jetzt kaufen.“

 Diese Empfehlung gibt auch Stefan Lehners. „Auch wenn der Heizölpreis um 1,5 Cent pro Liter von Dienstag auf Mittwoch gestiegen ist, gehe ich davon aus, dass sich die Kosten weiter auf dem aktuellen Level bewegen werden“, sagt der Verkäufer von der Team Energie GmbH in Rendsburg, einer Tochtergesellschaft der Team AG aus Süderbrarup. Etwa 80 Prozent der Haushalte hätten sich kontinuierlich seit August eingedeckt, seit zehn Tagen habe sich das Geschäft beruhigt.

 Die Stadtwerke Rendsburg werden auf den günstigen Heizölpreis nicht reagieren, teilt Helge Spehr mit. „Mit gerichtlicher Vorgabe ist festgelegt, dass Gasversorger ihre Gaspreise nicht an den Ölpreis koppeln dürfen.“ Der Stadtwerke-Geschäftsführer geht davon aus, dass die Gaspreise trotz vermutlich steigender Netzpreise stabil bleiben.

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