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Auf regnerischer Museums-Entdeckungstour

Herbstmarkt Auf regnerischer Museums-Entdeckungstour

Werden Herbstmarkt-Besucher zu Entdeckern, hat das Freilichtmuseum sein Ziel erreicht. Am ersten Tag standen die Chancen dafür gut. Bei Dauernieselregen waren neben den 140 Handwerkerständen auf dem 60 Hektar großen Gelände die 70 historischen Häuser, Katen, Höfe, Scheunen, die Meierei und die Apotheke gern besuchte Trockenräume.

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Sibille Piontek erklärt mit anderen ehrenamtlichen Helferinnen jeden Tag die Webstühle in der alten Weberei.

Quelle: Beate König

Molfsee. Die nach wissenschaftlichen Maßstäben ausgerichtete Dauerschau landestypischer Gebäude durch wechselnde Attraktionen zu beleben, gehört seit Jahren zum Museumskonzept. Der langjährige Besucher Gunner Staedtler schätzt den Mix aus Historie und Gegenwart. „Der Markt belebt das Museum positiv“, sagt der Altenholzer.

 „Wir haben den Markt in der Hoffnung konzipiert, dass neue Gäste die Güte des Museumsangebots erkennen und nach dem Herbstmarkt noch einmal mit Zeit nur für die Ausstellung zu uns kommen“, sagt Gabriele Rehr-Unrath, Museums-Pressereferentin. Im Museumsshop steige nicht nur die Zahl der verkauften Eintrittskarten deutlich – 2014 kamen 30000 Besucher zum Herbstmarkt – sondern auch die Menge der verkauften landesgeschichtlichen Fachbücher.

 Das Interesse an der Weberei wächst während der Herbstmarktes so beträchtlich, dass die Gruppe der ehrenamtlichen Weberinnen das alte Haus täglich öffnen. Nicht ganz uneigennützig. „Natürlich kaufen die Leute mehr“, sagen Marita Weke und Sibille Piontek. Aber die Besucher nutzen auch die Chance, die historische Stoffherstellung direkt am Webrahmen erklärt zu bekommen.

 Das Karussell von Peter Latacz bleibt Dauerattraktion, die bei Marie und Alexa Simons aus Meimersdorf (3 und 7) jeden Marktstand aussticht. Ihr Weg führte direkt vom Eingang ohne Marktstopp zum Jahrmarkt. „Kindern ist das Wetter schnurzpiepegal“, sagt Latacz.

 Viele Besucher kombinierten jedoch Marktbummel und Museumserlebnis als Tagesausflug. „Ich gehe immer zum Haus mit meinem Namen, das mit dem Hochzeitszimmer,“ sagt Anna Lena Schulz Du Bois (12). Doris Schäkel (57) aus Seeth-Ekholt und Marion Herzog (63) aus Uetersen schwelgten nach dem Einkauf von Gürteln in der Meierei in Erinnerungen. Für einen reinen Museumsbesuch jedoch wären ihnen die aus Kindertagen bestens bekannten Milchkannen, das Butterfass und Käsereiutensilien nicht ausreichend.

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