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Flüchtlings-Ausstellung lebt weiter

Historisches Museum Flüchtlings-Ausstellung lebt weiter

Die aktuelle Sonderausstellung Fremde in der Heimat - Heimat in der Fremde im Historischen Museum in Rendsburg soll wegen der aktuellen Lage nicht sang- und klanglos enden. Das Museum baut Teile in seine Dauerausstellung ein. Und es sammelt Spenden für Flüchtlinge.

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 Lars Mischak ist neuer Volontär im Historischen Museum in Rendsburg. Er macht sich Gedanken, wie er die Sonderausstellung über Flüchtlinge im Haus unterbringt.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Die Sonderausstellung im Museum befasst sich hauptsächlich mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Dazu gehört ein enger Raum mit Etagenbett, Karussell-Aschenbecher und bemalter Porzellanlampe. Das Zimmer scheint aus der Zeit gefallen zu sein. Aber es ist hochaktuell. Flüchtlinge leben zurzeit so in ehemaligen Kasernen. 

Lars Mischak, neuer Volontär im Museums, sitzt in dem engen Zimmer. Museumschef Dr. Martin Westphal und er machen sich Gedanken, wie sie die Bilder von Flüchtlingstrecks, den Koffer mit Habseligkeiten, die warmen Decken, den flachen Karren mit rostigen Rädern und die Ausstattung einer Amtsstube zur Registrierung von Flüchtlingen aus dem Osten in anderen Museumsräumen unterbringen können. Denn die Sonderausstellung endet am 13. September. 

Das Thema bleibt wegen der aktuellen Lage. Deswegen soll es nicht verschwinden. Erstmals lebt damit eine Sonderausstellung weiter. Westphal: „Wir spüren, diese Ausstellung hat einen massiven Bezug zur Gegenwart. Sie ist an Aktualität kaum noch zu toppen. Eigentlich müsste ich sagen, die Ausstellung bleibt stehen.“ Doch die nächste Schau ist schon per Vertrag gebucht.

Das Museum will auch direkt helfen - mit Geld für die zurzeit in Rendsburg ankommenden Flüchtlinge. Bis zum Ende der Ausstellung ist der Eintritt frei, die Besucher sollen 5 Euro spenden, sagt Westphal. Dazu packt er 400 Euro aus dem Kuchenverkauf während des Rendsburger Herbstes. Am Donnerstag, 10. September, referiert Dr. Martin Krieger um 19.30 Uhr über die Dänische Festung Rendsburg. Am Sonntag, 13. September, zeigt das Kommunale Kino um 17 Uhr im Museum einen Film über Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg. Den Eintritt von je 4 Euro spendet Westpahl ebenso. Alles Geld geht aufs Flüchtlingskonto der Stadt.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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