23 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Plan B für Militärmuseum

Rendsburg Plan B für Militärmuseum

Jetzt kommt Plan B fürs Militärmuseum in Rendsburg: Zunächst eine bisher einmalige Sonderausstellung zur Garnisonsgeschichte, dann das große Umräumen im Historischen Museum. Denn der Traum von einer zusätzlichen Museumshalle ist geplatzt.

Voriger Artikel
Schwerer Unfall auf der B 202
Nächster Artikel
Schulumbau für drei Millionen Euro

Martin Westphal, Leiter des Historischen Museums, zeigt die Mütze und die Pulvertasche eines Rendsburgers, der Anfang des 19. Jahrhunderts in der Bürgerartillerie diente.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Orden, Helme, Uniformen, Klappspaten, Gasmasken, Gewehre und Teile einer verschrotteten „Transall“ namens „Rendsburg“: In Schränken und auf Regalen hat Martin Westphal unterm Dach des Historischen Museums Hunderte Stücke aus Rendsburgs Militärgeschichte gesammelt. Nur zeigen kann der Museumschef sie nicht dauerhaft: Kein Platz.

Westphals Wunsch: Umzug der alten Druck- und Setzmaschinen aus dem Erdgeschoss seines Museums in die leer stehende Kfz-Halle der früheren Eiderkaserne nebenan. Dann wäre unten Platz für eine Militär-Dauerausstellung. Daraus wird nichts. Einstimmig entschied der Bauausschuss am Dienstagabend, Rendsburg werde die Halle nicht fürs Museum reservieren sondern einen Käufer suchen, sagte der Ausschussvorsitzende Marc-Olaf Begemann (SPD). „Ein Atelier oder eine Werkstatt wären eine traumhafte Lösung.“

Westphal: „Natürlich sind wir alle enttäuscht. Aber wir schauen nach vorne.“ Der Historiker hat einen Plan B. Ab Mitte Dezember will er Militärstücke aus dem Magazin auf der 150-Quadratmeter-Sonderfläche im ersten Stock ausstellen. „Die wird gut gefüllt sein. Wenn es eng wird – umso besser. Ich will erreichen, dass deutlich wird, was wir haben.“

Im zweiten Teil seines Plans will Westphal den ersten Stock seines Museums neu sortieren, nur noch die Geschichte der Garnison und des Nord-Ostsee-Kanals soll dort dann auf 600 Quadratmetern Platz haben. Das 2,60 Meter lange Uhrwerk der Marienkirche, die Fayencen-Sammlung und die Erinnerungen an den Rendsburger Arbeiterverein könnten dann ins Magazin geräumt werden.

Die Stadtmodelle oder der Verkaufstresen des Eisenwarenhändlers Paul Matz vom Paradeplatz würden bleiben. Matz sei eng mit dem Kanal verbunden. Das bis in die 80er Jahre geöffnete Geschäft wurde Ende des 19. Jahrhundert gegründet und rüstete die Kanalbauer mit Werkzeug aus.

„Es wird eng“, sagt Westphal zum neuen Konzept. Er könne es voraussichtlich im kommenden Jahr vorlegen. Als Einweihungstermin sei Ende 2017 denkbar, „wenn alle mitspielen“ – Politiker und Verwaltung.

Rendsburg hätte dann kein reines Militärmuseum – anders als beispielsweise Dresden, wo das Militärmuseum der Bundeswehr zuhause ist, oder Munster in Niedersachsen mit seinem Panzermuseum.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3