16 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Nun regiert „De Sichere“

Höneise neuer König der Bürgerschützen Nun regiert „De Sichere“

Die Bürgerschützen aus Eckernförde haben ein neues, junges Königspaar. Nach einem langen Schießen auf den Vogel aus Erlenholz wurde Carsten Höneise zur neuen Majestät der Eckernförder Bürgerschützengilde ausgerufen. Ihm zur Seite steht Königin Silja. Als Versicherungskaufmann erhält der 36-Jährige den Beinamen „de Sichere“.

Voriger Artikel
Senioren wählten ihren Beirat
Nächster Artikel
Mädchen wollen Eisbären retten

Carsten „de Sichere“ Höneise und seine Frau Silja bilden das neue Königspaar der Eckernförder Bürgerschützengilde. Nicht nur sie strahlten nach der Proklamation. Auch Königsschütze Michael Pientka (rechts) war begeistert, konnte er doch seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen.

Quelle: Rutzen

Eckernförde. Es war Ausdauer angesagt: Als die 25 Schützen ab 14 Uhr den 38 Meter entfernt auf einer Stange befestigten Papagoyenvogel anvisierten, waren alle noch guter Dinge. Die Witterungsbedingungen stimmten. Leichter Ostwind und ein strahlend blauer Himmel begleiteten das Königsschießen. Doch schon früh zeigte sich, dass diesmal etwas anders war. Bei den Abschüssen wurde zum Erstaunen vieler nicht die vorgeschriebene Reihenfolge eingehalten. So fiel beispielsweise der Schwanz des Vogels, eigentlich vorletzter Teil, viel zu früh, während der Kopf noch fast bis zum Ende standhaft blieb.

 „Daran ist der Oberst schuld“, unkten einige Mitglieder. Lars Vondenhoff, der besagte Oberst, hatte am Vormittag beim Antreten auf dem Rathausmarkt links und rechts verwechselt und dadurch für Verwirrung gesorgt. Die hielt länger an als vermutet – insbesondere beim Schießen. Und dass die Schützen bei besten äußeren Bedingungen 478 Schuss benötigten, um auch das letzte, stark durchlöcherte Stück des Rumpfes vom Mast zu holen, erstaunte. 2013 reichten bei deutlich schlechteren Bedingungen 331 Schüsse. Wie schon im Vorjahr gab Michael Pientka den entscheidenden Treffer ab und wurde somit erneut Königsschütze.

 Dafür, dass es so lange dauerte, bis sich der Vorstand zurückziehen konnte, um aus der verdeckten Liste den neuen König zu ermitteln, hatte Gilde-Vorsitzender Jörg Czarnowski eine nachvollziehbare Erklärung: Das Holz sei sehr hart und die einzelnen Teil gut miteinander verbunden gewesen.

 Am kommenden Sonntag lassen die Gelben Westen ihre neue Majestät, die erst seit vier Jahren der Gilde angehört, beim Königsball noch einmal so richtig hoch leben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten