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Der ruhende Pol geht

Imland-Klinik Der ruhende Pol geht

Martin Wilde geht. Achteinhalb Jahre war er Geschäftsführer der Imland GmbH, zu der die beiden Krankenhäuser in Rendsburg und Eckernförde gehören. Der offizielle Abschied an diesem Donnerstag wird ihm schwer fallen: „Das wird kein leichter Tag.“

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Martin Wilde

Quelle: Paul Wagner

Rendsburg. Worauf er besonders stolz zurückblickt? Der 47 Jahre alte Flensburger muss nicht lange nachdenken. „Auf ein wirklich hervorragendes Miteinander über alle Berufsgruppen hinweg.“ Seit 20 Jahren arbeitet Wilde an Krankenhäusern, „wobei die Jahre hier in Rendsburg die schönsten waren.“

Martin Wilde „war ein ruhender Pol, auch wenn es kribbelig war“, sagte Torsten Schulz, Aufsichtsratsvorsitzender der Imland GmbH. Er lobt die „grundsolide sachliche Arbeit“ des Flensburgers. Er habe gut vermitteln können zwischen den Interessen von Ärzten, Pflegern, Verwaltungsangestellten, Technikern, Service- und Küchenpersonal. „Ein bisschen Wehmut ist dabei“, wenn er zum 31. Mai geht, sagte Schulz.

Mit Wildes Namen ist auch die Modernisierung beider Krankenhäuser verbunden. So ist in Rendsburg eine komplett neue Strahlentherapie mit zwei Linearbeschleunigern, ein Stroke Unit als Zentrum für Schlaganfall-Patienten und eine neue Krankenhaus-Apotheke entstanden. In Eckernförde baute die Imland GmbH ein neues Gelenkzentrum sowie ein operatives Kurzzeitzentrum auf, an dem niedergelassene Ärzte mit Kollegen aus dem Krankenhaus zusammenarbeiten.

Wilde geht nach einem defizitären Jahr. Das Minus der Imland GmbH habe 2014 rund 1,9 Millionen Euro betragen, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Schulz am Mittwochabend. 2013 habe die GmbH noch eine „schwarze Null“ geschrieben. Die Entwicklung sei Wilde nicht anzulasten. Ursachen seien „Investitionen in die Zukunft“, die schwierige finanzielle Lage von Seniorenhäusern und Tariferhöhungen.

Wilde wechselt zum 1. Juni ins Gesundheitszentrum Diako nach Flensburg. Für ihn ist das eine besondere Rückkehr, er wurde vor 47 Jahren im Diako-Krankenhaus geboren. Mit dem Wechsel an seinen Wohnort Flensburg fällt die lästige Fahrerei weg. Achteinhalb Jahre in Rendsburg bedeuteten über 300000 Kilometer pendeln an insgesamt 2200 Arbeitstagen, hat Wilde ausgerechnet.

Nach einer dreimonatigen Einarbeitung soll Wilde bei der Diako ab 1. Oktober dem Vorstand angehören. Neuer Imland-Chef wird zum 1. Juni Hans-Markus Johannsen, der zuletzt geschäftsführender Direktor des Campuszentrums Kiel am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein war.

Zur Imland GmbH gehören die beiden Krankenhäuser in Rendsburg und Eckernförde sowie Seniorenhäuser in Eckernförde, Jevenstedt und Nortorf. Die Gesellschaft ist mit rund 2500 Beschäftigten der größte Arbeitgeber im Kreis.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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