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Rückkehr zum Tarif für Azubis in Sicht

Imland Kliniken Rückkehr zum Tarif für Azubis in Sicht

Für die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ist es Tarifflucht: Azubis der Imland Kliniken verdienen seit 13 Jahren deutlich weniger als ihre Kollegen in Kiel oder Schleswig. Imland-Geschäftsführer Hans-Markus Johannsen deutete bei einer Verdi-Veranstaltung eine Umkehr in mehreren Schritten an.

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Die Imland Klinik in Rendsburg.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Imland-Azubis sind beim sogenannten Ausbildungszentrum Mittelholstein (AZM) beschäftigt, einer alleinigen Gesellschaft der Imland GmbH in Rendsburg. Den angehenden Pflegern, Kaufleuten, Informatikern und Technikern zahlt das AZM laut Verdi 14 Prozent unter Tarif. Im dritten Lehrjahr seien das rund 200 Euro weniger. Ute Dirks, Verdi-Bezirksgeschäftsführerin in Schleswig: Die AMZ "ist für uns eine Tarifflucht-Gesellschaft".

"Ich verstehe die Forderung"

Verdi will mit einer Kampagne die Rückkehr zur Ausbildungsvergütung nach Tarif erreichen. In einer Diskussion versicherten Kreistags-Vertreter von SPD, CDU und FDP vor mehr als 100 Azubis am Montagabend in Groß Wittensee, dass sie dieses Ziel unterstützen. Schrittweise könne es erreicht werden. Auch Imland-Geschäftsführer Johannsen erklärte: "Ich verstehe die Forderung vollkommen." Seine GmbH habe das Geld zurzeit nicht. "Ich kann nur ausgeben, was ich habe." Aber eine schrittweise Rückkehr zum Tarif "macht es leichter".

"Ungerecht behandelt"

"Man fühlt sich ungerecht behandelt": So beschreibt Daniel Poedjiwo, Verdi-Vertrauensmann für Imland-Azubis, seine Lage während der Ausbildung zum Krankenpfleger. Er habe sich schon überlegen müssen, ob er an Wochenenden "losziehen kann". Erst durch einen Nebenjob als Tanzlehrer habe er sich "auf Augenhöhe" mit Azubis aus anderen Kliniken gefühlt. Gleichzeitig lobt er die Imland GmbH: "Auf jeden Fall war es eine gute Ausbildung."

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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