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Chronischer Optimist an der Spitze

Imland GmbH in Rendsburg Chronischer Optimist an der Spitze

Seit sechs Tagen und zwei Stunden ist Hans-Markus Johannsen an diesem Donnerstagvormittag neuer Geschäftsführer der Imland GmbH. Führende Mitarbeiter geben sich jetzt in seinem Büro im Erdgeschoss der Imland-Klinik in Rendsburg die Klinke in die Hand.

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Hans-Markus Johannsen ist neuer Geschäftsführer der Imland GmbH.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. „Ich muss die Bereiche kennen lernen“, sagt der 49-Jährige. Und: „Ich bin chronischer Optimist.“ Johannsen ist promovierter Volkswirt und studierter Betriebswirt.

Drei Wochen gibt sich Johannsen jetzt Zeit, dann will er ein erstes Lagebild von dem Unternehmen mit seinen beiden Kliniken und drei Seniorenhäusern haben. Den vollständigen Überblick will er sich in 100 Tagen verschafft haben. „Dann hafte ich für jeden Fehler. Dann gibt es keine Schonhaltung mehr.“ Bis dahin stehen Gespräche mit führenden Mitarbeitern im engen Takt an. „Ich gehe zu den Leuten in die Abteilungen. Ich muss mich überzeugen.“

Eine seiner Großaufgaben ist mit einer einzigen Zahl beschrieben: 1,9 Millionen Euro Defizit hat die GmbH im vergangenen Jahr gemacht. Der Kreis als alleiniger Gesellschafter will nun in einem Gutachten klären, woran das liegt und was zu tun ist. Johannsen ist zu quirlig, um das Ergebnis beobachtend abzuwarten. Diagnose und Therapie sieht er als seine Aufgabe, was das Minus betrifft. „Ich muss mir unabhängig von dem Gutachten ein eigenes Bild machen.“ Aber schon jetzt Aussagen zu treffen, sei zu früh und damit unseriös.

Auch zum anderen Aufreger-Thema der jüngsten Zeit hat der neue Geschäftsführer eine klare Meinung: „Der Rettungshubschrauber ist unverzichtbar.“ Immerhin sei er der einzige im Lande, der auch nachts fliegen darf. „Rendsburg hat eine Aufgabe. Das darf nicht gefährdet werden“, sagt der Vater dreier Kinder. Unabhängig davon sei zu prüfen, ob nicht ein leiserer Helikopter am Krankenhaus stationiert werden kann.

Für Johannsen ist die Übernahme der Geschäftsführung kein Sprung ins kalte Wasser. Er fühlt sicheren Boden unter den Füßen: „Dieses Haus hat einen guten Ruf.“ Die neue Aufgabe „ist für mich auch kein Blindflug“, sagt er. Als ehemaliger Geschäftsführer der Reha Klinik in Damp von 2002 bis 2006 habe er mit den Imland-Kliniken zusammengearbeitet.

Und: Im Gesundheitswesen arbeitet der Molfseer seit zwölf Jahren. Zuletzt war er geschäftsführender Direktor des Campuszentrums Kiel am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. In Rendsburg ist er Nachfolger von Martin Wilde.

Die Imland GmbH ist mit rund 2500 Beschäftigten der größte Arbeitgeber im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Sie hat dieses Jahr einen Umsatz von 160 Millionen Euro gemacht, sagt Hans-Markus Johannsen. Im kommenden Jahr erwartet er eine Steigerung auf 165 Millionen. Größter Einzelbetrieb ist das ehemalige Kreiskrankenhaus in der Lilienstraße in Rendsburg.

Die Imland-Kliniken mit ihren beiden Standorten in Rendsburg und Eckernförde haben rund 800 Betten. Nach eigenen Angaben behandeln die beiden Häuser jährlich rund 45000 Patienten. Die Krankenhäuser zählen zu den größten medizinischen Zentren im Land. Zur Imland GmbH gehören außerdem Seniorenhäuser in Eckernförde, Jevenstedt und Nortorf, in denen 300 Männer und Frauen wohnen.

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