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Schließungen nicht erklärtes Ziel

Eckernförde Schließungen nicht erklärtes Ziel

Es ist keine drei Jahre her, da gingen rund 1000 Menschen in Eckernförde auf die Straße, um sich für den Erhalt der Entbindungsstation an der örtlichen Imland-Klinik einzusetzen. Mit Erfolg, wie sich wenige Wochen später herausstellte. Doch ist die Angelegenheit damit für immer vom Tisch?

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Vor gut drei Jahren gingen 1000 Menschen auf die Straße, um für den Erhalt der Entbindungsstation zu kämpfen.

Quelle: Uwe Rutzen (Archiv)

Eckernförde. Auf der Mai-Kundgebung in der vergangenen Woche sorgte der Eckernförder DGB-Vorsitzende Horst Kunze mit einer kurzen Bemerkung für ein hörbares Raunen im Kreise der Zuhörer. „Die Geburten- und Kinderstation am Eckernförder Kreiskrankenhaus soll wieder auf den Prüfstand“, sagte der Gewerkschafter und förderte damit die Unsicherheit – auch beim Personal der Klinik.

Kunze bezieht sich mit seiner Aussage auf ein Gutachten, dass der Kreis in Auftrag geben will. In diesem Gutachten, für das der Hauptausschuss außerplanmäßig 100.000 Euro bereitstellt, soll die wirtschaftliche Situation aller Imland-Einrichtungen beleuchtet werden. Dabei geht es nicht nur um die Kliniken in Eckernförde und Rendsburg, sondern auch um die Seniorenhäuser in Eckernförde, Jevenstedt und Nortorf. Anlass für die Untersuchung ist ein Minus in Höhe von ein bis zwei Millionen Euro aus dem Geschäftsjahr 2014.

Wenn nach sieben guten Jahren bereits ein schlechtes Jahr ausreiche, um alles auf den Prüfstand zu stellen, müsse man sich schon sorgen, meint Kunze. Insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass der Hauptausschuss-Vorsitzende Jörg Hollmann (CDU) als Ergebnis der anstehenden gutachterlichen Untersuchungen einen Verkauf oder eine Teilprivatisierung von Einrichtungen nicht ausgeschlossen habe.

Thorsten Schulz, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Imland GmbH, will davon zum jetzigen Zeitpunkt nichts wissen. Grundsätzlich stehe man immer vor der Frage, wie man sich optimal aufstellen könne und wo man gegebenenfalls gegensteuern müsse, erklärte er auf Nachfrage. Das bedeute aber keineswegs, dass man über eine Schließung von Abteilungen nachdenke. Das sei nicht das erklärte Ziel. Vielmehr wolle man untersuchen lassen, wie durch eine Verbesserung von Abläufen Kosten gespart werden können. Die medizinische Versorgung der Menschen in der Region müsse dabei sichergestellt werden.

Die Entbindungsstation an der Eckernförder Klinik habe nach Worten des Aufsichtsratsvorsitzenden einen sehr guten Ruf. Das schlug sich im vergangenen Jahr auch in der Anzahl von über 600 Geburten nieder, sodass hier schwarze Zahlen geschrieben wurden.

 unze bleibt dennoch skeptisch. In der Vergangenheit habe es wiederholt Lippenbekenntnisse der Verantwortlichen gegeben. Die Realität habe mitunter ganz anders ausgesehen. Deshalb, so das Ziel der Gewerkschaft, wolle man vorbereitet sein und rechtzeitig Widerstand entwickeln.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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