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Immer noch nicht kurz genug

Linden im Schlagholm sind selten Immer noch nicht kurz genug

Viele Anlieger im Schlagholm in Bordesholm sind unzufrieden: Der Kronenschnitt an den Bäumen vor ihrer Haustür ist ihnen zu zaghaft gewesen. Die Gemeinde kann die Aufregung nicht verstehen.

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Die Linden im Schlagholm sind zurückgeschnitten worden. Den Anwohnern ist das zu wenig, sie hätten sich ein bisschen mehr gewünscht.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Kahl und dementsprechend luftig: So sieht die Lindenallee im Schlagholm in Bordesholm, bei der es sich um eine dendrologische (Gehölzkunde) Besonderheit in Schleswig-Holstein handelt, nach dem Kronenschnitt in der vergangenen Woche aus. Vielen Anliegern reicht das Volumen des Rückschnitts offenbar aber nicht aus. Im Ordnungsamt liege eine schriftliche Beschwerde vor, bestätigte dessen Leiter Sven Ingwersen. „Die Firma hat sich genau an die Vorgaben des Gutachters gehalten, mehr wird in der Straße in den nächsten drei bis vier Jahren nicht passieren“, erläuterte er weiter.

 Viele der Anlieger der kleinen Seitenstraße in der Finnenhaussiedlung hatten, wie berichtet, im Herbst im Umweltausschuss mit Nachdruck einen großen Rückschnitt der Kronen der mehr als 60 Jahre alten Bäume gefordert. Einigen wäre auch eine Rodung lieb gewesen. Das Besondere: Im unteren Bereich handelt es sich um Sommer-, im oberen Teil um Silberlinden, die mal aufgepfropft wurden. Daher kam für den Ausschuss auch eine Rodung nicht in Frage.

 „Wenn man schon dabei war, hätte man durchaus mehr wegnehmen können“, meinte einer der Anlieger. „Die schießen doch wieder so stark aus.“ Bereits während der Baumpflegearbeiten in der vergangenen Woche musste sich die von der Gemeinde beauftragte Fachfirma einiges von den Anliegern anhören. Die Arbeiten wurden sogar unterbrochen. Das Problem war: Einige Bäume sind auf eine Höhe von 6,50 Meter zurückgeschnitten worden, andere wiederum nicht.

 „Ich kann die ganze Aufregung nicht verstehen“, so Ingwersen. Die Gemeinde habe es sich nicht einfach gemacht und sogar einen Gutachter beauftragt. „Die Bäume sind schützenswert. Sie sind jetzt auf ein gesundes Mittelmaß zurückgeschnitten.“ 55 Prozent der Kronen wurden im Rahmen der Verkehrssicherung weggenommen. Das hat auch die Untere Naturschutzbehörde in Rendsburg so genehmigt. Die unterschiedlichen Höhen erklärte Ingwersen mit den unterschiedlichen Höhe vor dem Rückschnitt. Die Bäume waren zwischen neun und 14 Meter hoch. „Man kann den neun Meter hohen Baum doch nicht auf um die Hälfte kürzen. Dann ist der tot.“ Dass sie in drei oder vier Jahren wieder so ausgetrieben seien, wie vor dem Rückschnitt, sei gewollt.

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