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Kanalrohre sanierungsbürftig

Achterwehr Kanalrohre sanierungsbürftig

Die Regenwasserkanalisation in Achterwehr ist in einem maroden Zustand, es besteht kurzfristig Handlungsbedarf. Über 520000 Euro werden die Maßnahmen die Gemeinde kosten. Knapp 250000 Euro kommen mittelfristig noch dazu. Die Bürger müssen mit einer Kostenbeteiligung rechnen.

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Versorger haben eine Gasleitung quer durch einen Regenwasserschacht geschossen und diesen beschädigt.

Quelle: Sven Janssen

Achterwehr. Betonkorrosion, teilweise Einstürze, Rohrverschiebungen und starke Wurzeleinwüchse, Verformungen oder auch Durchschüsse anderer Versorgungsleitungen seien Beispiele für Beschädigungen, die beim Filmen des rund fünf Kilometer langen Kanalnetzes in Achterwehr und Schönwohld zutage getreten sind, erklärte Björn Oelvitz vom Kieler Ingenieurbüro Hauck. Die Firma hat seit 2010 ein Kanalkataster erstellt und die Rohre 2014 per Videoaufzeichnung untersucht. „An vielen Stellen wurden auch Abflüsse nicht fachgerecht angeschlossen“, erklärte er.

 Jeder einzelne Schaden wurde in einer Liste aufgenommen, kartographiert und in fünf Schadensklassen eingestuft. „Daraus haben wir dann ein Sanierungskonzept entwickelt“, sagte Oelvitz. Grundsätzlich gäbe es die Möglichkeit, punktuell zu reparieren, die Leitungen zum Beispiel durch Einbringung eines sogenannten Schlauchinliners, der wie ein Rohr im Rohr ist, zu sanieren oder Abschnitte komplett zu erneuern. Reparaturen würden immer den aktuellen Haushalt belasten, so Oelvitz. Renovierung und Erneuerung seien Investitionen, die über mehrere Jahre abgeschrieben werden könnten. Bei Einbringung eines Schlauchinliners rechnete der Experte mit einer Haltbarkeit von rund 40 Jahren, Reparaturen würden zehn Jahre halten.

 Das Sanierungskonzept basiere auf der wirtschaftlich günstigsten Lösung für die Gemeinde. Einige Arbeiten könnten erledigt werden, ohne die Rohre aufgraben zu müssen, bei anderen Schäden, wie beispielsweise Einstürzen oder Verformungen müssten die entsprechenden Stellen freigelegt werden, was deutlich teurer sei.

 Hinsichtlich der Durchschüsse von Leitungen anderer Versorgungsunternehmen könne man die Sanierungskosten an die entsprechenden Unternehmen weitergeben, so Oelvitz. Bei den unsachgemäßen Hausanschlüssen sei dieses eher schwer, da sich die Verursacher nur selten ausfindig machen ließen.

 Der Bauausschuss will sich jetzt mit den Schäden im einzelnen befassen. Burkhard Springer (SPD) schlug vor, die Maßnahmen zuerst einmal nach Straßenzügen zu ordnen und entsprechend zu handeln. Zur Finanzierung der Maßnahmen äußerte sich der Ausschuss nicht, das sei Aufgabe des Finanzausschusses.

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