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Am Moor wäre Platz für vier Rotoren

Borgdorf-Seedorf Am Moor wäre Platz für vier Rotoren

Bis zu vier Windenergieanlagen könnten in Borgdorf-Seedorf gebaut werden. Im vorläufigen Regionalplan der Landesplanung ist eine Fläche östlich des Borgdorfer Sees als Eignungsgebiet ausgewiesen. Am Mittwoch diskutierten Einwohner mit einem Vertreter des Investors über den eventuellen Bau von Rotoren.

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Der Nortorfer Peter Schröder (links) und Peter Krey vom Amt Nortofer Land diskutieren über die Grenzen der vom Land ausgewiesenen Eignungsflächen für den Bau von Windkraftanlagen.

Quelle: Beate König

Borgdorf-Seedorf. Beschlüsse vom Land über zukünftige Standortflächen von Windrädern gibt es nicht. Die Gemeinde Borgdorf-Seedorf holte aber trotzdem schon, so früh, wie möglich, alle Beteiligten an einem möglichen Bauverfahren zur Einwohnerversammlung an einen Tisch. Heiko Mescher und Klaus Böttcher vom Investor E3, Karsten Green als Vertreter der Landeigentümer und Arno Witt, der von der Gemeinde beauftragte Anwalt, waren zum Gespräch mit knapp 40 Bürgern bereit.

 Zur Diskussion steht eine 46 Hektar große Fläche, die am Moorgebiet östlich des Borgdorfer Sees liegt und im aktuellsten vorläufigen Regionalplan der Landesplanung vom März als Windeignungsgebiet ausgewiesen ist. Platz sei für drei bis vier Anlagen, „konkrete Planungen gibt es von uns noch nicht“, betonte Böttcher, Standortbetreuer der Firma E3, die Windkraftanlagen plant, baut und betreibt. Die Eignungsflächen seien bisher nur als „Suchgebiete“ einzustufen, die noch um die Hälfte reduziert werden sollen.

 Die Fragen der sehr gut vorbereiteten Bürger zu einem möglichen Windpark prasselten bereits während des Info-Vortrags auf die E3-Vertreter ein. Ob 150 oder 180 Meter hohe Anlagen entstehen könnten, „hängt von den Schallgutachten ab und von den lieferbaren Anlagen.“ Schallemission werde an den Fenstern des Hauses, das am dichtesten zur Anlage steht gemessen, Schall-Kontrollmessungen, wenn die Mühlen laufen, können die Gemeinde oder Bürger beantragen. Für den Rückbau einer Anlage gebe es bereits beim Start ein Finanzpolster, ebenso für Reparaturen.

 Anwalt Witt erläuterte, wie die Gemeinde vorgehen könnte, betonte aber: „Verhinderungsplanungen werden vor Gericht gekippt.“ Über die Bauleitplanung könne jedoch auf die Höhe der Anlagen und die Häufigkeit der Schall-Nachmessungen Einfluss genommen werden. „Es wird ein Ringen werden, aber es kommt zu vertretbaren Ergebnissen.“

 Das Beteiligungskonzept über Anteilsankauf löste bei Anwohner Jan Bracker eine Nachfrage nach dem erwarteten Ertrag und der Gewinnmarge, bei Peter Schröder eine Warnung aus. Der Nortorfer berichtete, er sei mit anderen als Anteilsnehmer an zwei Bürgerwindparks auf Reparaturkosten sitzen geblieben. „Wären Sie einverstanden, wenn ich Einblick in die Bücher eines der von Ihnen betriebenen Windparks bekomme?“

 Die Hinweise von Christine Gindorf vom Eichberg, „auf dem Moor sind immer die Kraniche. Fledermäuse habe ich auch gesehen. In der Nähe ist ein Hügelgrab,“ könnte Folgen haben: Vogelreviere und denkmalgeschützte Objekte zählen zu den Kriterien, die eine Eignung von Flächen ausschließen.

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