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Natur erobert die Spielplätze

Kronshagen Natur erobert die Spielplätze

Ein Kinderspielplatz ist in dieser Woche bereits abgebaut worden. Den in der Straße Am Knick gibt es mangels Nachfrage nicht mehr. Kronshagen hat Bestandsaufnahme bei seinen elf öffentlichen Spielflächen gemacht und entschieden: Die Spielplatzlandschaft soll sich allmählich wandeln.

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Die Gemeinde Kronshagen will den Spielplatz am Siedlerheim abbauen oder in die Obhut des Vereins übergeben.

Quelle: TM

Kronshagen. Neben klassischen Angeboten regen künftig auch spielgerätefreie Naturspielräume Phantasie und Aktivität der Kinder an. Zunächst fängt die Gemeinde in diesem Frühjahr mit einer Mischform als Modellprojekt an: der Umgestaltung des Spielplatzes an der Bürgermeister-Drews-Straße. Dieser wird derzeit vor allem von den 22 Kleinen des Kindergartens Zwergenhausen sowie denen von Tagesmüttern genutzt. In Abstimmung mit diesen Gruppen sollen einige Spielgeräte abgebaut und dafür ein naturnaher Spielraum entwickelt werden.

 Dahinter steht die Überzeugung, dass ein Spielparadies nicht möbliert ist. Anreiz für Bewegungsdrang bieten Kindern die Vegetation sowie die natürlichen Geländeformen. Sie können die geistige, sinnliche und körperliche Aneignung der Natur fördern. Solche „ungeplanten Flächen“ stehen im Kontrast zu pädagogischen Installationen. Sie lassen Kinder ein hohes Maß an Freizügigkeit genießen.

 Bei einer Ortsbegehung durch Mitarbeiter der Verwaltung wurde im vergangenen Jahr der Eindruck gewonnen, dass nicht mehr alle der insgesamt 20 Spielflächen genutzt werden. Das Schicksal des Platzes Am Knick könnte auch andere treffen. Im Fokus stehen die Standorte Rosenau und Siedlerkamp sowie der Bolzplatz an der Tegelkuhle. Sie sollen gegebenenfalls abgeräumt oder in die kostenpflichtige Trägerschaft der jeweiligen Vereine übergeben werden.

 Vor Ort sind die Wahrnehmungen aber durchaus andere. Peter Schlerff, ehemaliger Vorsitzender der Siedlergemeinschaft, kann die Einschätzung über den Bolzplatz in der Tegelkuhle nicht nachvollziehen: „Da spielen täglich zehn bis zwölf Kinder und die Mütter sitzen nebenbei.“ Zum Spielplatz am Siedlerheim kämen derzeit jedoch weniger.

 In Kronshagen vollzieht sich derzeit jedoch ein starker Generationswandel. Wohnhäuser werden um- oder neu gebaut und junge Familien ziehen ein. Möglich, dass die Frage laut wird: Warum gibt es hier keinen Spielplatz?

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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