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Unmut gegen Windräder bleibt

Timmaspe Unmut gegen Windräder bleibt

Umstrittenes Repowering des Windparks in Timmaspe: Ob die Gemeindevertreter sich mit der notwendigen Änderung des Bebauungsplanes befassen sollen, werden im November die Einwohner über eine Fragebogenaktion entscheiden. Die Gemeindevertretung hat am Montag erklärt, dem Ergebnis folgen zu wollen.

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Die Timmasper Bürger sollen in einer Befragung entscheiden, ob der vorhande Windpark repowert werden soll. In diesem Fall würden die vorhandenen zehn Anlagen gegen fünf größere und leistungsstärkere ersetzt werden.

Quelle: Nora Saric

Timmaspe. Bürgermeisterin Meike Derner (KWG) erinnerte an die gut besuchte Einwohnerversammlung am 9. September, während der sich die Verwaltung, Treucon und der Bauplaner den vielen, meist kritischen Fragen stellten. „Die zehn 100 Meter hohen Anlagen sind im B-Plan festgeschrieben“, erklärte Derner. „Wenn wir repowern, dann muss der B-Plan von der Gemeinde geändert werden.“ Angestrebt sind fünf neue, leistungsstärkere Anlagen mit einer Gesamthöhe von 174 Metern, die mit ihren exakten Standorten im Plan aufgenommen werden müssen.

 Sie habe relativ viel Unmut gegenüber den Windräder festgestellt, so die Bürgermeisterin weiter und legte diesem mangelndes Vertrauen gegenüber den Betreibern zugrunde. Er würde eher von „sehr viel Angst“ sprechen, betonte ein Timmasper, und führte Auswirkungen wie steigenden Geräuschpegel oder größer werdenden Schattenwurf an. „Der Windpark Schülp steht auch noch nicht. Wir wissen nicht, was da insgesamt auf uns zu kommt“, unterstützte ihn eine Bürgerin.

 Eine Diskussion der Windpark-Befürworter und -Gegner über die Formulierung von Bedenken folgte. Es seien sehr wenig wirklich schlagende Argumente dagegen gekommen, fand Gemeindevertreter Jens Doose (SPD). Die Bürger hielten dagegen, es gebe auch keine schlagenden Argumente dafür. Derner warb für die Bürgerbefragung, die sie im Gegensatz zum Bürgerentscheid für demokratischer hielt. Zudem prüfe die Kommunalaufsicht derzeit ein Infoblatt, das vom Gremium ausgearbeitet wurde, und welches der Postsendung mit dem Fragebogen beigelegt werde.

 Mit zwei Enthaltungen von der SPD beschloss die Gemeindevertretung mit sechs Ja-Stimmen, die Bürgerbefragung durchzuführen.

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