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In den Kindergärten wird es eng

Anbau verzögert sich In den Kindergärten wird es eng

Bisher hat es Kronshagen immer geschafft, jedem Kind einen Betreuungsplatz zu bieten. Doch nach der Sommerpause könnte es eng werden. Der Anbau an den Awo-Kindergarten hat wegen fehlender Fördergelder noch nicht begonnen. Abhilfe könnte eine neue Idee bieten: der Umzug der Hortkinder in die Eichendorff-Schule.

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Im kleinen Mehrzweckraum üben sich die Drei- bis Sechsjährigen auch ohne Förderzusage im Turmbau. Auf den für sie geplanten Anbau an die Awo-Kindertagesstätte im Hühnerland werden sie allerdings noch etwas warten müssen.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Die Geräusche überschlagen sich; das Kunstlicht scheint grell: Der Bewegungsraum des Awo-Kindergartens im Hühnerland ist für die Aufnahme der ersten Elementargruppe nicht der beste. Auch die große abgestellte Matratze wirkt in dem kleinen Raum deplatziert; eine eigene Toilette fehlt. „Wir helfen“, hatte Kita-Leiterin Gaby Althoff im vergangenen Jahr versprochen, als die Gemeinde Raumnot meldete. Die Heimaufsicht genehmigte schließlich eine Übergangslösung, wegen des kleineren Raumes für maximal 14 Kinder und zunächst befristet bis Ende Juli.

 Doch bis dahin wird der geplante Anbau nicht stehen. Die unter Finanznot leidende Gemeinde wartet immer noch auf eine Förderzusage des Kreises Rendsburg-Eckernförde, um die Investition von gut 300000 Euro zu stemmen. Im vergangenen Sommer war sie wie zahlreiche andere bei der Mittelvergabe leer ausgegangen. Anke Bahns-Rehse, Büroleiterin im Rathaus, zeigte sich im Kinderausschuss am Dienstagabend zuversichtlich, dass Kronshagen in Kürze ein positives Signal aus Rendsburg erhalten könnte.

 Doch, weil die Gelder noch nicht sicher sind, gab sich das Gremium zurückhaltend bei der Beauftragung eines Ingenieurs. „Es ist mir zu unsicher, einen Freifahrtschein auszustellen“, sagte Renate Graetsch (UKW). Statt die Ausschreibung der Bauleistungen in Gang zu bringen, wie es die Verwaltung vorgeschlagen hatte, verständigte sich das Gremium gegen die Stimmen der UKW darauf, die Ausschreibung zumindest vorzubereiten, um bei einem positiven Bescheid schnell reagieren zu können. Georg Lentsch (SPD) war dennoch unzufrieden: „Es ist kein Zustand, dass Kinder in einem Mehrzweckraum betreut werden.“ Bernd Carstensen (CDU) regte an, aus Kostengründen über mögliche Abstriche beim jetzigen Passivhaus-Standard nachzudenken.

 Der Druck auf Betreuungsplätze nimmt nach Angaben von Bahns-Rehse zu – auch durch die Kinder von Asylsuchenden. Doch wo sollen neue Gruppen untergebracht werden? Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, mit dem Kirchenkreis Altholstein über eine Verlagerung der beiden in der Kita Kopperpahler Allee 40 angesiedelten Hortgruppen zu verhandeln. Die vermutlich bis zu 50 Kinder könnten in freien Räumen der Eichendorff-Schule betreut werden oder in die Betreute Grundschule wechseln. Letzteres schmeckt Eltern aber nicht: Sie sehen ihre Kinder im Hort besser betreut und befürchten Urlaubsprobleme wegen unterschiedlicher Schließzeiten von Kita und Betreuter Grundschule.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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