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Zu wenig Platz in den Klassenzimmern

Westensee Zu wenig Platz in den Klassenzimmern

Die Köpfe rauchten am Montagabend im Westenseer Schulausschuss. Die gegenüber liegende Grundschule hat ein Problem, das nicht leicht zu lösen ist. Nicht mehr für jede der vier Klassen stellt das Bildungsministerium eine eigene Lehrkraft zur Verfügung. Die Folge: Die gut 60 Mädchen und Jungen müssen nach den Sommerferien zunehmend jahrgangsübergreifend in zwei Lerngruppen unterrichtet werden. Mit jeweils mehr als 30 Kindern geraten die Klassenzimmer aber an ihre räumlichen Grenzen.

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Der Westenseer Schulausschuss informierte sich in der Schule über die Situation des jahrgangsübergreifenden Unterrichts. Die Wand könnte dafür aufgebrochen werden.

Quelle: TM

Westensee. Antje Steines, Rektorin der für die Westenseer Außenstelle zuständigen Grundschule Felde, kam in der Sitzung schnell auf den Punkt: „Umbauten sind erforderlich.“ Die Wand zwischen der ersten und zweiten Klasse soll aufgebrochen und entfernt werden, damit die Schüler nicht mehr zeitraubend wie eine Karawane samt Gepäck von einem Raum zum anderen ziehen müssen, wenn zwei Klassen gemeinsam von einer Lehrerin in Lerngruppen unterrichtet werden. Das ist bei den sogenannten „weichen Fächern“ der Fall; nur bei Deutsch und Mathe finanziert das Land noch eine Kraft pro Klasse.

 Um die Räume für jahrgangsübergreifenden Unterricht öffnen, aber für Arbeiten im Klassenverband wieder schließen zu können, hatte die Rektorin im Vorfeld bereits mit Bürgermeister Adolf Dibbern (CDU) nach Lösungen gesucht. Schallisolierende Ziehvorhänge sollen den raschen Szenenwechsel ermöglichen. Kosten des Umbaus: 15400 Euro. Der Bürgermeister erinnerte allerdings daran, dass dieser Zustand schon einmal bestanden habe. Erst 2009 wurde die Trennwand zwischen den Klassen eingezogen – der Wandel kostete damals nur 2000 Euro.

 Antje Steines versicherte, dass die gewünschte Lösung voraussichtlich Bestand haben werde: „In Westensee müssen wir langfristig mit zwei Lerngruppen planen.“ Die Rektorin geht davon aus, dass die Außenstelle Bestand haben wird. Bildungsministerin Jutta Ernst habe jüngst versichert, dass auch Schulstandorte mit bis zu 30 Kindern eine Existenzberechtigung hätten. Danach hätte die Schule in Achterwehr seinerzeit nicht geschlossen werden müssen. Von der Anzahl 30 ist Westensee auch bei rückläufiger Schülerentwicklung noch weit entfernt. Für das Schuljahr 2019/20 wird mit 48 Kindern gerechnet.

 Ausschussvorsitzende Christiane Pott (KWG) beschlichen Zweifel, ob das Konzept sinnvoll sei: „Für die Klassen drei und vier gibt es keine Verbesserung.“ Auch Dibbern bremste: „Die Umsetzung in diesen Sommerferien ist nicht mehr möglich.“ Weil deshalb noch Zeit ist, verständigte sich der Ausschuss darauf, der Gemeindevertretung zu empfehlen, zunächst einen erfahrenen Raumplaner zur Lösungsfindung hinzuzuziehen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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