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„Ich weiß, wie Männer ticken“

Eckernförde „Ich weiß, wie Männer ticken“

Über Ingo Appelt in einer Tageszeitung schreiben zu müssen, heißt im Grunde, nicht schreiben zu können. Denn Appelt widmet sich dem Ü-18-Bereich – nicht jugendfrei also, und manchmal auch nicht geeignet für Erwachsene.

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Ingo Appelt führt seine Zuhörer weit unter die Gürtellinie und sorgt sowohl für amüsierte als auch versteinerte Gesichter.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Und beginnen auch am Donnerstagabend in der Eckernförder Stadthalle 90 Prozent der von Appelt heruntergerasselten Wörter mit F, W oder P.

 Vor allem geht es mal wieder um das Rollenverhalten zwischen Mann und Frau. Ein beliebtes Thema bei Comedians, aber leider auch etwas abgewetzt. Dennoch, Appelt lockt 300 Gäste in die Stadthalle, und die meisten amüsieren sich blendend. Und selbst der Skeptiker ertappt sich dann doch ab und zu, loszuprusten, denn eines kann der Appelt trotz seiner langjährigen Bühnenpräsenz immer noch: politisch unkorrekt sein.

 Pausen im Redefluss gönnt er sich nicht. Er kommt auf die Bühne und ist gleich auf 100. Die Frisur ist nicht mehr ganz die alte, die Witze schon. Das Jackett ist enger geworden, die Hose auch, vielleicht ein Grund, wieso er sie im zweiten Teil des Abends herunterlässt. „Ich weiß, wie Männer ticken“, sagt er, und dann „Uääh, Uääh“, und diese Laute machen dann einen Großteil des Abends aus.

 Besser ist besser lautet sein Programm, und es geht um Männer-Verbesserungs-Tipps. Und da gibt es viel zu tun. Wenn Männer unter sich sind, lassen sie einen fahren und freuen sich kindisch daran, versuchen auch schon mal mit dem Feuerzeug das, was hinten herauskommt, anzuzünden. Kommt eine Frau dazu, ist die Stimmung hin. Die Männer werden plötzlich klein, wehleidig, auch, weil sie nicht wie in der Steinzeit jederzeit ran dürfen. Erst den Müll rausbringen, dann vielleicht, wird ihnen gesagt. Männer sind verkrampft, alles ist ihnen peinlich, auch wenn es das gar nicht muss.

 Und dann ist da noch die Sprache. Frauen sprechen, um sich wie beim Echolot zu orientieren. Männer kommen nicht zu Wort. Frauen wollen reden, Männer Lösungen.

 Ein wenig Ruhe gibt es nur, wenn er seinen besonnenen Kollegen Dieter Nuhr auf die Schippe nimmt. Auch Mario Barth muss dran glauben: „Der füllt das Olympiastation, ich bin in Eckernförde. Drecksnest.“ Jeder bekommt, was er verdient.

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