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Kronshagen setzt auf Sander

Bürgermeisterwahl Kronshagen setzt auf Sander

Er ist 42 Jahre alt und kommt von der Landespolizei: Ingo Sander (CDU) wird am 1. Juni als Bürgermeister die Nachfolge von Uwe Meister antreten. Die Kronshagener wählten ihn am Sonntag klar mit 53,8 Prozent der Stimmen. Konkurrent Robert Schall (SPD) gewann nur einen der sechs Wahlkreise.

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Der unterlegene Kandidat Robert Schall (links) gratulierte dem Gewinner Ingo Sander als einer der ersten.

Quelle: Sven Janssen

Kronshagen. Der Abend war an Spannung kaum zu überbieten. Im Ratssaal wurde sogar die Erweiterung geöffnet, um den etwa 150 Bürgern das Dabeisein zu ermöglichen. Zwar deutete sich bereits beim ersten ausgezählten Wahlkreis 3 das spätere Ergebnis an, aber im Wahlkreis 2 lag Robert Schall plötzlich vorn und fachte die Spannung erneut an. Doch der letzte Wahlkreis, der Vierer, hing. Um 19.05 Uhr hielt Alt-Bürgermeister Wolf-Dietrich Wilhelms die Wahl vorzeitig für entschieden und gratulierte Ingo Sander zum Sieg. Der Kandidat, der seine Gefühle immer gut unter Kontrolle hat, wirkte danach entspannter und lächelte seine Frau Carina an: Er war sich sicher, dass er nicht mehr verlieren konnte. Hinter beiden Kandidaten lag ein langer, anstrengender Wahlkampf.

 Erst um 19.37 Uhr konnte Uwe Meister den letzten Wahlkreis und damit auch das vorläufige Endergebnis bekanntgeben. „Ich werde mich in das Amt richtig reinhängen und das mir gegebene Vertrauen mit Leben füllen“, versprach Ingo Sander. Die CDU fuhr eine Torte mit Konterfei und Kronshagen-Wappen in den Saal. Robert Schall gratulierte dem Sieger umgehend „zum eindeutigen Wahlerfolg“. Der Unterlegene will seine kommunalpolitische Arbeit in der SPD-Fraktion fortsetzen: „Ich sehe keine Notwendigkeit, in Sack und Asche zu gehen. Ich habe keine Schwierigkeiten, mit Ingo Sander zusammenzuarbeiten.“ Der SPD steht aber voraussichtlich eine kritische Diskussion bevor. Nach Informationen dieser Zeitung hatte sich die Findungskommission für eine weibliche Kandidatin, Sabrina Jacob aus Schacht-Audorf, Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion, entschieden. Dieses Votum kam aber nicht zum Zuge.

 Der neue Bürgermeister wird in der Gemeindevertretung am 24. Mai vereidigt. Uwe Meister war nach zwölf Jahren nicht mehr für eine dritte Wahlperiode angetreten. Der 64-Jährige will sich künftig um Haus und Familie kümmern. Er riet seinem Nachfolger zur „Vorsicht an der Bahnsteigkante“, um nicht blauäugig in etwas hineinzulaufen. Meister konnte an der Wahl selbst nicht teilnehmen: Er hat seinen Wohnsitz bereits nach Schönwalde verlegt.

 Thomas Kahle, CDU-Fraktionschef, war nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses sichtlich erleichtert. In der CDU ging die Sorge um, dass sich das Thema Flüchtlinge negativ auswirken könne. „Es war zum Glück eine reine Persönlichkeitswahl“, sagte Kahle, der sich auch über die Wahlbeteiligung von 51,7 Prozent freute. Die Wählergemeinschaft UKW und die Grünen hatten keine Wahlempfehlung abgegeben, zeigten sich mit dem Ergebnis aber zufrieden.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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Kronshagen hat gewählt: Ingo Sander (CDU) löst Uwe Meister (Parteilos) als Bürgermeister ab. Der 64-Jährige stellte sich nicht mehr der Wahl. Lesen Sie hier den Verlauf des Wahlabends im Liveticker nach.

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