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„Launische alte Dame“ aufgehübscht

Inspektion der Schwebefähre „Launische alte Dame“ aufgehübscht

Eine Woche früher als geplant soll sie wieder fahren, die Rendsburger Schwebefähre. Seit dem 18. Juli überholt die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) die über 100 Jahre alte Konstruktion. Bereits zum Wochenende soll die Fähre wieder freigegeben werden, sagte Matthias Visser, Sachbereichsleiter Betriebe und Unterhaltung beim WSV in Holtenau, am Mittwoch.

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Die Schwebefähre wird auf ihren erste Probefahrt nach der Inspektion vorbereitet.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Die Behörde sei schwer daran interessiert, dass die Fähre möglichst geringen Ausfall habe. Eine Garantie, dass alles so klappe wie geplant, gebe es aber nicht. „Die Schwebefähre ist eine launische alte Dame“, sagt Markus Schulte, der für die Wartungsarbeiten zuständig ist. Bei der letzten großen Inspektion vor zwei Jahren sollte die Fähre auch wieder früher fahren, erinnert sich Schulte, ein Bauteil brannte bei der ersten Fahrt durch und musste ersetzt werden.

 Für ihn sei es etwas Besonderes, an der alten Technik zu arbeiten, sagt Schulte. Die Hochbrücke sei ein schönes Bauwerk und spiegle die Ingenieurskunst von damals wider. Natürlich stehe der praktische Nutzen im Vordergrund, dennoch sei auch sehr auf die Optik geachtet worden.

 Auf dem Deck tauscht Jens Uecker einige massive Eichenbohlen aus, in der Kabine arbeitet Arved Erichsen gerade mit einigen Kollegen an der Steuerungsanlage der Schwebefähre. Es sei ein komplexes System, erklärt Schulte. Durch die vielen Knöpfe und Schalter in der Kabine könne der Steuermann alleine die komplette Fähre bedienen. Früher sei noch ein Decksmann nötig gewesen, mittlerweile erledigten Kameras und Annäherungsschalter dessen Aufgabe.

 Auf der Rendsburger Hochbrücke wurden die Motoren überprüft und die neuesten Sicherheitsbestimmungen umgesetzt. „Wir haben die Gitterroste ausgetauscht und das Geländer erneuert“, erläutert Schulte. Auch die vier Motoren wurden gewartet. Es gebe Verschleißteile, die in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden müssten, sagt der Maschinenbautechniker. Durch starken Wind werde die Fähre seitwärts gedrückt. Diese Kraft übertrage sich über die Seile bis zu den Motoren. Die Kräfte wirken auf Messingscheiben, die mit der Zeit abnutzen. „Das ist aber auch so gewollt“, sagt Schulte. Nun wurden die Teile ausgetauscht, und die Fähre ist für die nächsten zwei Jahre fahrbereit – bis zur nächsten großen Inspektion.

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