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Bald von Windrädern umstellt

Borgdorf-Seedorf/Eisendorf Bald von Windrädern umstellt

Eisendorf/Borgdorf-Seedorf. Der Hamburger Investor E3 will Flächen in Eisendorf und Borgdorf-Seedorf für Windkraft erschließen. In diesem Anlauf, nachdem ein Vorstoß von E3 gescheitert ist, sind auf 65 Hektar drei Windräder mit einer Nabenhöhe von 150 Metern geplant. Bald könnte die Stadt Nortorf von Windrädern umstellt sein.

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Die neue Windkraftanlagen bei Schülp verändern das Panorama in der Stadt Nortof. Sie sind so hoch, dass sie auch vom kilometerweit entfernten Stadtzentrum aus zu sehen sind.

Quelle: Beate König

Eisendorf/Borgdorf-Seedorf. Die Planung von Windparks in der Region geht weiter. Der Investor E3 aus Hamburg hat sich mit konkreten Bauplänen für Eignungsflächen in Eisendorf und in Borgdorf-Seedorf vorgestellt.

 Ende 2014 entschied das Oberlandesgericht in Schleswig, die Regionalpläne für den Bau von Windparks wegen eines Formfehlers außer Kraft zu setzen. Ausgebremst sind Windparkplaner damit nicht. Bis neue Regionalpläne voraussichtlich 2017 greifen, können Investoren auf der Basis eines Ausnahmeverfahrens im Landesplanungsgesetz Flächen entwickeln. Landesweit wurden seit Mai 2015 bereits 400 Anträge über dieses Verfahren gestellt.

 Die aktuelle Karte der Landesplanung zeigt südlich der Autobahn 7 ringförmig um Nortorf herum gelb markierte Flächen, so genannte Abwägungsbereiche, auf denen im Ausnahmeverfahren geplant werden kann. Interessenbekundungen sind im Amt Nortorfer Land derzeit nur für Gebiete südwestlich von Eisendorf und östlich von Borgdorf-Seedorf bekannt, sagt Peter Krey, Leiter des Bau-, Sozial- und Ordnungsamtes.

 Die Projekte sind im Anfangsstadium. „Anträge wurden noch nicht gestellt,“ sagen die Bürgermeister Bernd Irps aus Eisendorf und Achim Trede aus Borgdorf-Seedorf. Dort wird der Bauausschuss über nächste Schritte diskutieren. Sollten auf beiden Flächen tatsächlich Windräder aufgestellt werden, sitzt Borgdorf-Seedorf in absehbarer Zukunft im Zangengriff zweier Windparks im Westen und Osten.

 „Die Gemeinden haben im neuen Verfahren weitaus weniger Einspruchmöglichkeiten, als in der Vergangenheit“, sagt Trede. „Wir haben schon mit der Nachbargemeinde Eisendorf über die Situation gesprochen.“ Landeigentümer und Investor sind die Nächsten.

 2011 war E3 beim ersten Anlauf zum Windradbau an der Einreichfrist beim Ministerium gescheitert. 14 Tage vor dem Ablauf der Frist war die Zeit für das Amt und den Kreis Rendsburg-Eckernförde zu knapp für eine Überprüfung. Die Einwohner waren damals mehrheitlich dagegen, sieben 150 Meter hohe Anlagen auf dem 65 Hektar großen Gelände beim Moor zuzulassen. Im neuen Anlauf plant E3 auf der gleichen Fläche drei effektivere Windräder mit einer Nabenhöhe von 150 Metern. In Eisendorf sei das Meinungsbild zur Windpark-Planung uneinheitlich, sagt Irps. Auf 45 Hektar sind drei Windräder mit einer Höhe von 150 Metern geplant. Naturschutzgebiete seien von der Planung nicht betroffen, die Wennebecker Niederung liege deutlich weiter östlich.

 Für die Forderung der Einwohner „wenn es so kommt, dann nur als Bürgerwindpark“, hat Irps bereits die Zusage der Investoren erhalten. Ein Teil der Anteile soll für die Eisendorfer reserviert sein.

 Nächster öffentlicher Termin zur Windpark-Planung: Bauausschuss Borgdorf-Seedorf, Donnerstag, 28. Januar, 19.30 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus

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