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Duell verloren, Erlebnis gewonnen

Eckernförde Duell verloren, Erlebnis gewonnen

Keine traurigen Mienen, die Enttäuschung hält sich in Grenzen. Die Mädchen und Jungen aus der 6L der Isarnwohld-Schule in Gettorf nehmen das Aus in der ersten Runde beim bundesweiten TV-Quiz Die beste Klasse Deutschlands sportlich.

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Für die 6L war die Teilnahme an Die beste Klasse Deutschlands ein Erlebnis, das ihnen trotz des Ausscheidens in der ersten Runde in guter Erinnerung bleiben wird. Lehrer Scharief El Samadoni fand den Auftritt seiner Schüler klasse.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. Klar, hämische Bemerkungen gab es auch, verrät Malin (12) aus Felm, die aber vor allem Lob wie „das habt ihr super gemacht“ hörte. Letztlich möchte keiner der 25 Schüler das Erlebnis missen, einmal im Rampenlicht einer Fernsehshow zu stehen. „Es ist zwar etwas traurig, dass wir schon ausgeschieden sind“, resümiert Kathleen (12) aus Gettorf, „doch wir waren dabei.“ Und in der vergangenen Woche war ihr Duell mit einer Berliner Schulklasse im Kinderkanal zu sehen.

Rückblende: Mit einem vierminütigen Video hatte sich die 6L um eine Teilnahme an dem Wissensquiz für sechste und siebte Klassen beworben. In dem Vorentscheid schafften gerade einmal 32 von mehr als 1200 Klassen aus ganz Deutschland den Sprung zu den Fernsehaufzeichnungen in Köln – darunter die Isarnwohld-Schüler. Also fuhr die 6L im Februar, begleitet von ihrem Klassenlehrer Scharief El Samadoni und Kollegin Ina Gronenberg, in die Domstadt. „Wir hatten Knabberzeug, Cola und Comics dabei“, denkt Rune (12) gern an die lange Bustour mit Musik und Gesang zurück.

Untergebracht waren die Nordlichter in einer Jugendherberge, wo in der Nacht vor dem Gastspiel im TV-Studio dann doch Aufregung herrschte. „Einige hatten Heimweh, Kopfweh oder den PIN-Code für ihr Handy vergessen“, erzählt El Samadoni schmunzelnd. Eben Lampenfieber. „Am nächsten Morgen beim Frühstück waren alle todmüde“, so der 49-Jährige. Dabei mussten die Ratefüchse um 9 Uhr im Studio sein, wo sie erstmals ihre Konkurrenten aus der Hauptstadt beschnuppern konnten. Nach letzten Instruktionen vom TV-Team und dem Schlachtruf „Wir essen die Berliner auf“ ging’s ins Studio.

Die ersten Eindrücke überraschten Freda (11). „Ziemlich witzig“, grinst die Bornsteinerin. Ihr kam das Studio kleiner als auf dem TV-Bildschirm vor. Zudem musste sie auf zwei Kissen sitzen, um den Größenunterschied zu ihrem gleichaltrigen Mitschüler Jonas auszugleichen. Die Technik beschreibt sie als gewöhnungsbedürftig. „Auf den Buzzer musste ich richtig draufhauen“, sagt Freda über den Signalgeber.

Und die Quizfragen? Es ging zum Beispiel um Chemie und Altpapier. „Sie haben sich total gut geschlagen“, lobt El Samadoni seine Klasse und spricht von einem knappen Ergebnis. Beeindruckt haben ihn die „schlauen Überlegungen“ seiner Schüler beim Raten. „Es wurde viel herausgeschnitten“, so der Kieler. Egal. Die Sechstklässler sehen den TV-Auftritt als Gewinn für die Klassengemeinschaft – ganz ohne gegenseitige Vorwürfe nach dem Aus. Immerhin sahnten sie 100 Euro für die Klassenkasse ab.

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