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Jan Leutert will den Heimatbund retten

Kronshagen Jan Leutert will den Heimatbund retten

Für den von der Auflösung bedrohten Heimatbund Kronshagen gibt es neue Hoffnung. Kurz bevor die Mitgliederversammlung ein zweites Mal über das Ende entscheidet, hat sich quasi in letzter Minute ein Retter für das sinkende Ortsvereinsschiff gefunden: Jan Leutert (33) will für den Vorsitz kandidieren.

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Lust auf Heimatbund: Jan Leutert (33) will für den Vorsitz in Kronshagen kandidieren.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Als er in dieser Zeitung von der Auflösung des Vereins las, war er berührt: „Ich habe schon öfter erlebt, dass alte eingesessene Vereine sich wegen Nachwuchsmangels auflösen.“ Doch Jammern hilft nicht, dachte er sich, man muss auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Nach kurzer Zeit des Überlegens sagte der in Kiel Wohnende „ja“ und nahm mit der Noch-Vorsitzenden Ursa Dörfer sowie dem Vorstand Kontakt auf. Wie berichtet, kandidiert die 67-Jährige aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut für das Spitzenamt. Weil sich keine Nachfolge fand, blieb dem von Überalterung geprägten Ortsverein mit seinen gut 140 Mitgliedern im Februar keine andere Wahl, als über die Auflösung abzustimmen.

 Jan Leutert weiß, was ihn im Ehrenamt erwartet. Der in Jena Geborene lebte längere Jahre im hessischen Bad Soden-Salmünster und engagierte sich in Feuerwehr, DLRG und im Theaterbereich. „Ich kenne die Vereinsarbeit und Strukturen“, sagt er. Darüber hinaus hat er eine bewegte Zeit in der Piratenpartei hinter sich und sogar Bundesparteitage geleitet. Seit 2013 lebt er in Schleswig-Holstein. Im Kieler Landtag arbeitet er als Vorstandsreferent für die Piratenfraktion. Im gleichen Jahr trat er aus privaten Gründen aus der Partei aus. Seine Arbeit im Heimatbund sieht er als überparteilich an.

 „Vom Vorstand bin ich warmherzig empfangen worden. Das ist ein sehr motiviertes Team“, sagt Leutert. Seine Wahl wäre der notwendige Generationswechsel, dennoch will er nicht alles für Jüngere umkrempeln: „Das wäre realitätsfremd. Der Heimatbund muss für alle etwas anbieten.“ Die bisherigen Programmpunkte sollen erhalten bleiben, aber durch Neues, wie etwa ein Sommerfest mit plattdeutscher Musik, ergänzt werden. Für November plant er einen Vortrag über „Wein in der Literatur“. Ob es den Heimatbund dann noch gibt, entscheidet die Mitgliederversammlung am 15. April.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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