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Gemeinsam positive Zukunft gestalten

Achterwehr Gemeinsam positive Zukunft gestalten

Zeit anzukommen, blieb Joachim Brand wenig. Als neuer Amtsdirektor in Achterwehr musste er sich gleich in den ersten Tagen mit dem derzeit wichtigsten Thema beschäftigen: der Verlegung von Asylbewerbern in den Felder Seegarten und den Falkenhof in Brux. Fasziniert ist er vom ehrenamtlichen Engagement.

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Neuer Amtsdirektor: Joachim Brand (52) ist in Achterwehr Chef von etwa 30 Mitarbeitern.

Quelle: Torsten Müller

Achterwehr. „Was die Flüchtlingsinitiativen hier leisten, ist beeindruckend“, sagt Brand, der sich aus privaten Gründen als Regierungsdirektor einer großen Landesbehörde in Nordrhein-Westfalen um die Nachfolge von Hans-Werner Grewin in Achterwehr beworben hatte. Im größten Bundesland bewältigen vornehmlich Hilfsorganisationen die Aufgabe der Betreuung, aber auch dabei gebe es Probleme. Positiv fiel ihm in Schleswig-Holstein auf, dass es hier anders zugeht: „Hier packen alle mit an. Wenn einer im Dorf in Not steht, dann wird ihm geholfen.“

 Derzeit sieht sich der 52-Jährige vor allem in der Rolle des Zuhörers und Beobachters, später solle sich diese aber durchaus wandeln: „Zunächst will ich umfangreich in der Region Fuß und Vertrauen fassen.“ Für Donnerstag hat Brand die Bürgermeister der acht Amtsgemeinden zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Er will von den jeweiligen kommunalen Entwicklungen erfahren und Termine vereinbaren, um sie einzeln vor Ort kennenzulernen. Offene Kommunikation ist ihm wichtig: miteinander reden, nicht übereinander. Ziel müsse es sein, mit allen eine positive Zukunft für die Menschen zu gestalten. Das Amt sei dabei Unterstützer und Mittler. „Ich will Freude an Entwicklungen wecken und nicht sagen, wo es langgeht“, sagt er. Bürger, die Ideen haben, könnten sich gern bei ihm melden.

 Darüber, dass er nur mit einfacher und nicht absoluter Mehrheit zum Amtsdirektor gewählt worden ist, macht sich Brand keine Gedanken: „Ich bin gewählt worden und habe eine Aufgabe für sechs Jahre wahrzunehmen“, sagt er pragmatisch. Er sieht es als Vertrauensbeweis an, dass sich der Amtsausschuss für jemanden entschieden habe, der aus ganz „anderen Zusammenhängen“ komme.

 Die Amtsverwaltung ist mit ihren etwa 30 Mitarbeitern deutlich kleiner als die Belegschaft an seiner bisherigen Wirkungsstätte. „Die wenigen Kollegen nehmen breite Aufgaben wahr und müssen sehr flexibel sein. Hier wird mit wenig Personal viel geleistet“, sagt er mit Respekt.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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