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Schulstunde unter grünem Blätterdach

Hütten Schulstunde unter grünem Blätterdach

„Diese Nisthöhle hat die Nummer 75. Damit der Postbote sie auch findet.“ An Rüdiger Mattschulls Schmunzeln merkten die Viertklässler der Schleischule Rieseby im Hüttener Wald, dass diese Information des Forstwirtschaftsmeisters im Ruhestand nicht ganz ernst zu nehmen war. Hinhören lohnte sich aber. Denn nach dem Infospaziergang unterm grünen Blätterdach mussten die Schüler einen Quizbogen ausfüllen. Für elf vierte Klassen aus dem Kreis standen Jugendwaldspiele auf dem Stundenplan.

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Nun zeigt sich, was von den Informationen während des Spaziergangs durch den Hüttener Forst hängengeblieben ist. Raja, Viertklässlerin der Grundschule Mittelschwanden, beim Ausfüllen ihres Quizbogens.

Quelle: Johann

Hütten. Ein paar hundert Meter weiter vorn waren an dem mit Infotafeln und ausgestopften Tieren ausgestatteten Wegesrand die Schüler der Grundschule Mittelschwansen mit dem pensionierten Ministerialrat Johann Böhling unterwegs. „Was wisst ihr denn über den Marder?“, wollte Böhling von den Mädchen und Jungen wissen. Diese waren zunächst ratlos, konnten den erfahrenen Forstmann dann aber doch zufriedenstellen: „Der Marder beißt manchmal Autokabel an“, hieß es. „Und manche wohnen auf Dachböden.“

 Als größten Helfer des Försters sollte man also das nachtaktive Raubtierchen nicht unbedingt bezeichnen. Diesen Titel verdient schon eher der Eichelhäher, wie in einer weiteren Gruppe Maximilian aus der 4b der Grundschule Fleckeby Landesförster Rainer Mertens richtig antwortete. Sorgt dieser Vogel doch im Herbst beim Vergraben unzähliger Eicheln für viel Baumnachwuchs.

 Die größten Helfer des Hüttener Revierförsters Thomas Kahn, der diese Veranstaltung von Landesforst und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald seit Jahrzehnten organisiert, waren in diesem Fall neben der Waldjugend, die die Quizbögen auswertete, und den Forstwirten, die die Spiele vorbereitet hatten, Forstleute im Ruhestand. Als einziger aktiver Förster hatte sich Mertens aus dem Nachbarrevier Brekendorf an den zeitaufwendigen Führungen beteiligt. „Es ist schwierig geworden, Freiwillige für diese Aufgabe zu finden“, bedauerte Kahn.

 Kleine Preise gab es dank der Eckernförder Bank für jedes Kind, größere für die drei Ersten jeder Klasse. Die Ergebnisse erscheinen in einer der nächsten KN-Ausgaben.

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