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Schüchterne Bienen und pfiffige Vögel

Eckernförde Schüchterne Bienen und pfiffige Vögel

Es war nur ein Zufall, doch einer, der in Erinnerung bleibt: Während sechs Naturfilm-Experten im Eckernförder Stadthotel stundenlang Beiträge von Kollegen aus aller Welt schauen, schwimmt wenige hundert Meter von ihnen entfernt ein Finnwal durch die Bucht. Über diesen unerwarteten Besuch hat sich die Nominierungsjury für das 9. Internationale Naturfilm-Festival Green Screen gefreut – und einer von ihnen ganz besonders.

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Alle Mann an Deck: Fünf Tage lang tagte die Nominierungsjury und sah sich in dieser Zeit 150 eingereichte Beiträge an. Pausen gab es für Marlen Hundertmark, Claudia Sewig, Daniel Opitz und Christian Hermann (sitzend von links) sowie Lodur Tettenborn und Michael Packschies (stehend von links) nur ganz selten.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Der Kieler Meeresbiologe und Naturfilmer Daniel Opitz fühlt sich den großen Meeressäugern ganz eng verbunden. 2008 wurde er beim Festival in Eckernförde für Giganten in Gefahr – Kampf um die Wale mit dem Preis für den besten Meeresfilm ausgezeichnet. Verständlich also, dass er in den kurzen Pausen, die die Jury während der zurückliegenden fünf Tage einlegte, immer mal wieder zum Strand ging, um nach dem seltenen Gast Ausschau zu halten. Leider vergeblich.

Dafür haben Opitz und die fünf anderen Juroren auf Laptop- und Fernsehbildschirmen sehr viel Interessantes betrachten können. Claudia Sewig, studierte Biologin und Wissenschaftsredakteurin beim Hamburger Abendblatt, fallen spontan schüchterne Bienen ein, während der Juryvorsitzende Michael Packschies, Leiter der Abteilung Naturschutz und Landschaftsplanung im Eckernförder Rathaus, sich an einen Beitrag über Kolibris erinnert, die Spinnweben geschickt für ihren Nestbau nutzen.

Christian Herrmann, Producer, Autor und Regisseur beim Bayerischen Rundfunk, schwärmt nicht nur von der konstruktiven und sehr intensiven Zusammenarbeit der Jury, der außerdem noch die Filmemacher Marlen Hundertmark und Lodur Tettenborn angehören, sondern ganz besonders von einem Film zweier australischer junger Männer. Ihre unabhängige, also nicht von Sendern finanzierte Produktion, hat auch bei den anderen großen Eindruck hinterlassen.

Beim diesjährigen Festival vom 10. bis 14. September werden Preise in 17 verschiedenen Kategorien vergeben. Dabei wird ein Preisgeld von über 30.000 Euro ausgelobt. Insgesamt wurden – einschließlich der Kurzfilme – über 200 Beiträge aus 33 Nationen eingereicht. Welche prämiert werden, darüber wird dann direkt vor dem Festival eine Preisjury entscheiden.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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