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Käufer muss pfiffige Idee haben

Rendsburg Käufer muss pfiffige Idee haben

Weil der Bund keinen Käufer fand, lässt er die ehemalige Bundeswehr-Kleiderkammer an der Alten Kieler Landstraße in Rendsburg versteigern. Das Mindestgebot von 109.000 Euro ist zu hoch, findet ein Makler aus der Stadt.

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Die drei baugleichen Gebäude des ehemaligen Wehrbereichsbekleidungsamtes stammen aus den Jahren 1935 bis 1938.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. Das Plakat fällt ins Auge. Dieses Objekt wird in Rostock versteigert! heißt es in grellen gelben und blauen Farbtönen auf dem Werbeschild an einem Tor in der Alten Kieler Landstraße in Rendsburg. Gemeint sind drei ehemalige Bundeswehrgebäude mit den Hausnummern 91, 95 und 99. Ein Auktionshaus soll im Auftrage der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) aus Bonn die Häuser am 14. Juni versteigern. Als Mindestangebot fordert die Behörde 109000 Euro.

Knapp zwei Meter hohe Mauern aus roten Klinkern und wuchtiger Baumbestand verdecken teilweise die markanten 60 Meter langen Bauten. Sie sind nach Angaben der Bima in den Jahren 1935 bis 1938 entstanden. Die unterkellerten und sechsgeschossigen Gebäude mit weißem Farbanstrich stehen auf einer Fläche von knapp 20000 Quadratmetern, so groß wie etwa drei Fußballfelder. Die Bauten dienten dem Wehrbereichsbekleidungsamt Nord seit den 50er Jahren bis vor drei Jahren als Lagerhallen für Bekleidung und Ausrüstung. Eine neue, vollautomatische Lagerhalle angrenzend an die Versteigerungsobjekte hat danach die Bekleidungswirtschaft der Bundeswehr übernommen.

 In den Anfangsjahren waren die markanten Gebäude als Korn- und Lebensmittelspeicher genutzt worden, teilte die Bima mit. Bisher sind die Häuser nicht im Denkmalbuch des Landesamtes für Denkmalpflege eingetragen. Die Behörde kündigte auf Anfrage dieser Zeitung eine Begehung in etwa drei Wochen mit der Eigentümerin an. „Wir wollen dann prüfen, ob die bemerkenswerten Gebäude aufgrund ihres besonderen Wertes unter Denkmalschutz gestellt werden.“

 Verkaufsbemühungen der Bima bestehen seit Herbst 2012. Ein erster Kaufwilliger sei allerdings wieder abgesprungen. Ingolf Bädtker sieht kaum Vermarktungschancen. „Ein Interessent müsste schon eine sehr, sehr pfiffige Idee haben“, sagt der Immobilienmakler aus Rendsburg. Der geforderte Kaufpreis sei unangemessen hoch. „Der Investor hat auch noch die Kosten des Ver- und Entsorgungsnetzes zu tragen.“

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