18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Kammmolche müssen umgesiedelt werden

Bordesholmer Festplatz Kammmolche müssen umgesiedelt werden

Voraussichtlich nicht vor 2018 werden die ersten Häuser auf dem bisherigen Veranstaltungsplatz von Bordesholm stehen. Nach dem Artenschutzgutachten, das an diesem Dienstagabend bei einer Bauausschusssitzung Thema ist, müssen Kammmolche umgesiedelt werden – und das wird zusätzlich Geld kosten.

Voriger Artikel
Polizei braucht Unterstützung bei Einbrecher-Fahndung
Nächster Artikel
SPD nominiert Dolgner einstimmig

Im Umfeld dieses Wassergrabens, der früher von den Vielseitigkeitsreitern genutzt wurde, sind mehrere Kammmolche gesichtet worden.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Bürgermeister Helmut Tiede (CDU) betonte, dass er mit einer Grundsatzdebatte zum weiteren Vorgehen rechnet. Der Flächennutzungsplan muss beispielsweise geändert werden. Der Gemeinde gehört die Hälfte des Grundstücks, einem Landwirt aus Schmalstede der andere Teil. Er geht nicht davon aus, dass vor Ostern 2017 ein Planer beauftragt wird. „Für den Kammmolch werden wir eine sachgerechte Lösung finden.“ Der Gutachter Hartmut Rudolphi hat „ein paar Exemplare“ von den bis zu 18 Zentimeter langen „Wasserdrachen mit Rückenkam“ am ehemaligen Wassergraben, der von den Reitvereinen für die Vielseitigkeit genutzt wurde, entdeckt.

 Wie viele Kammmolche es insgesamt auf dem Gelände gebe, könne er noch nicht sagen. „Eine Umsiedlung ist aber möglich und wird von uns auch vorgeschlagen“, sagte der Gutachter auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Kosten für eine solche Umsiedlung stehen nicht fest. In der Gemeinde Melsdorf waren im April für die Umbettung von zwölf Exemplaren im geplanten Gewerbegebiet 90000 Euro genannt worden. Man darf also gespannt sein, welche Summe in Bordesholm notwendig wird.

 Man darf auch auf die Vorstellung der Fraktionen für das Volumen des Neubaugebiets gespannt sein. Während die CDU bereits seit mehreren Jahrzehnten die Bebauung auf dem Festplatz favorisiert, hat die SPD sich erst im Frühjahr bei einer Mitgliederversammlung dazu durchgerungen. Für die Grünen wird durch das geplante Neubaugebiet ein Naherholungsraum, der von vielen Spaziergängern mit und ohne Hund genutzt wird, kaputt gemacht. „Beispiele aus der Vergangenheit zeigen uns, dass Steilhänge, auch wenn man mit der Bebauung einen Mindestabstand einhält, zerstört werden“, sagte Grünen-Gemeindevertreterin Ursula Schulz-Ehlbek.

Der Bau- und Umweltausschuss tagt am Dienstag, 20. September, ab 18.30 Uhr im Rathaus

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3