16 ° / 3 ° wolkig

Navigation:
Mit Nebel auf der Suche nach Lecks

Kanalsanierung Bordesholm Mit Nebel auf der Suche nach Lecks

Mit der Nebelmaschine untersuchte das Amt Bordesholm am Donnerstag den Regenwasserkanal in der Wildhof- und Eckmannstraße in Alt-Bordesholm. Wenn aus der Regenrinne weißer Rauch aufsteigt, ist alles in Ordnung. Mit diesem Verfahren spart sich die Verwaltung eine teure Filmung der Rohre.

Voriger Artikel
Bau der Mehrzweckhalle verzögert sich
Nächster Artikel
Fischlaster blockiert A7 bei Rendsburg

Im Finnenredder tritt der Nebel genau dort aus, wo es sein soll: aus der Dachrinne. Das Haus Nummer 49 ist ans Regenwassernetz angeschlossen. Leah Endling (von rechts) und Joachim Borchert vom Abwasserzweckverband sowie Susanne Albert vom Amt überprüfen den Anschluss.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Von der Fahndung nach illegalen Einleitern ist nicht die Rede, aber mit dem durchs Netz gedrückten Gemisch aus destilliertem Wasser und Glycerin kann Susanne Albert von der Amtsverwaltung dennoch die Angaben der Eigentümer überprüfen und eventuell Schäden entdecken: Steigt Rauch aus der Dachrinne auf, dann ist das Grundstück am Netz. Ist ein Haus als Einleiter gemeldet und hat keinen Rauch, ist irgend etwas an der Zuleitung defekt.

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde will die Eckmannstraße irgendwann einmal sanieren. „Da eine Ankündigung für eine Kreisstraßenasphaltierung relativ kurzfristig kommt, müssen wir gut vorbereitet sein. Wenn also der Belag sowieso runter muss, könnten Arbeiten am Netz oder an den Hausanschlüssen erfolgen“, erklärte Albert. Die Anlieger seien über diese Vernebelung im Vorhinein informiert worden. Über Details der Prüfung wollte sie nichts sagen, die Auswertung erfolgt erst in den nächsten Tagen.

In Bordesholm haben Eigentümer die Möglichkeit, den Niederschlag kostenpflichtig ins Regenwassernetz zu leiten oder auf den Grundstücken verrieseln zu lassen. Ein- bis zweimal pro Jahr werde die Nebelmaschine, die für 300 Euro angeschafft wurde, eingesetzt. „So sparen wir eine deutlich teurere Filmung“, erklärte Albert. Nach der Vernebelung in Alt-Bordesholm ging es für das Bediener-Team Leah Endling und Joachim Borchert, beide vom Abwasserzweckverband, in die Finnenhaussiedlung, wo die Gemeinde in vier Abschnitten im Bereich des Wasserschutzgebiets die Kanalisation sanieren will.

Dirk Westerhold aus dem Finnenredder 49 hat um eine Überprüfung geben. Vor seinem Haus ist ein tiefe Baugrube zu sehen, in die der neue, von der Gemeinde geforderte Übergabeschacht für das Niederschlagswasser eingebaut werden soll. Die Betonrohre, die auf der Auffahrt stehen, haben einen Durchmesser von 1,20 Meter. „Für das um 1945 gebaute Haus gibt es keine Pläne, es soll aber angeschlossen sein. Das will ich überprüfen lassen“, so der Eigentümer. Und es steigt weißer Rauch aus der Dachrinne auf.

Westerhold gehört mit zu den 50 Eigentümern im Finnenredder und Steenredder, die zum ersten Sanierungsabschnitt der Siedlung gehören. Bis Ende August sollten die Maßnahmen erfolgt sein. Einleiten dürfen zukünftig nur noch die Anlieger, die auch über einen DIN-gerechten Schacht verfügen. Ansonsten müssten Eigentümer das Niederschlagswasser auf dem eigenen Grundstück verrieseln lassen.

Das Amt geht davon aus, dass über die Hälfte der Regenwasseranschlüsse in der Siedlung nicht in Ordnung ist.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3