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Polizei bestraft viele „Höhensünder“

Kanaltunnel Polizei bestraft viele „Höhensünder“

Kaum ist die Oströhre im Rendsburger Kanaltunnel geöffnet, gibt es neuen Stress. Die Höhenkontrolle löst immer wieder aus, weil zu große Lkw den Tunnel ansteuern. Wenn die Polizei dann den Verkehr anhält, sind teils kilometerlange Staus die Folge.

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Schlägt an: Die automatische Kontrolle am Rendsburger Kanal soll zu hohe Fahrzeuge vor der Tunnelfahrt erkennen und dann stoppen.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. In der Regel sind die Beamten neben der Fahrbahn postiert. Den Hinweis auf einen „Höhensünder“ bekommen sie laut dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) telefonisch vom Tunnelleitstand. Am Donnerstag habe die Lichtschranke rund zehnmal angeschlagen. Viermal habe die Polizei den Verkehr angehalten, in den anderen Fällen waren die Beamten nicht am Ort, und die Lkw seien unbehelligt weitergefahren.

Auch die gestoppten Lkw durften ihre Reise fortsetzen. Einige lagen noch im Toleranzbereich. In anderen Fällen reichte es, eine auf dem Dach aufgerollte Plane wieder abzuwickeln, um die vorgeschriebene Höhe zu erreichen. Die Polizei habe nachgemessen und Bußgelder verteilt, hieß es.

WSA sieht Lkw-Fahrer in der Pflicht

Sönke Meesenburg, Leitender Bauingenieur beim WSA, sieht keine Schuld bei seiner Behörde: „Wir haben hier ein Verkehrsproblem. Lkw-Fahrer halten sich nicht an die Straßenverkehrsordnung.“ Auch Frithjof Garrn, Bauleiter am Tunnel, sagt: „Die Lkw-Fahrer machen den Fehler, nicht wir. Es gab noch keine einzige Fehlmessung.“ Mehr als vier Meter hohe Lastwagen dürfen nicht durch den Tunnel, das hat sich nicht geändert. Neu ist nur die Lichtschranke. „Wir machen das zum Schutz des Bauwerks und der Verkehrsteilnehmer“, sagt Garrn. Das WSA wolle damit eine neue Überwachungskamera und neue Lampen im Tunnel schützen. „Früher sind regelmäßig Lampen von der Decke geflogen und Schilder heruntergepurzelt. Wir hatten ständig 40 Lampen auf Vorrat.“

Am heutigen Freitag will die Verwaltung die Höhenkontrolle um wenige Zentimeter höher einstellen. „Wir hoffen dann auf weniger Einsätze am Tunnel“, sagt Rainer Wetzel, Pressesprecher der Polizeidirektion in Neumünster. Ihren Bereitschaftsdienst am Tunnel wolle die Polizei dann schnellstmöglich beenden. Gleichzeitig soll eine Ampel automatisch auf Rot springen, wenn die Lichtschranke durchbrochen wird. Dann jedoch müsste die Polizei erst anrollen und stünde womöglich selbst im Stau, fürchtet Bauleiter Garrn. Polizeisprecher Wetzel beruhigt: „Wir finden schon Wege, dass wir dahin kommen.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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Höhenkontrolle am Tunnel
Foto: Immer wieder löst die automatische Höhenkontrolle aus.

Immer wieder löst die automatische Höhenkontrolle vor der neuen Oströhre am Rendsburger Kanaltunnel aus und hält den Verkehr an. Die Kanalverwaltung will jetzt den Toleranzbereich leicht erhöhen. Es gehe um wenige Zentimeter.

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