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Kanaltunnel: Verzögerung auf der Großbaustelle

WSV Kanaltunnel: Verzögerung auf der Großbaustelle

Die Arbeiten im Rendsburger Kanaltunnel verzögern sich erneut. Voraussichtlich Ende April/Anfang Mai könne die gesperrte Oströhre geöffnet werden, sagt die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Das sind zwei Monate später als bisher geplant. Die Baufirma sei bei Verkabelung der Betriebs- und Anlagentechnik in Verzug.

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Mit den Arbeiten an der Tunneltechnik braucht die Baufirma zwei Monate länger als geplant.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Es geht um die Kabel für Signale, Lüftung, Licht, Videoüberwachung, Lautsprecher und Brandmelder: Sie sollten ursprünglich schon zum Jahreswechsel fertig verlegt sein, erklärte Sönke Meesenburg, der Projektleiter für die Sanierung des Kanaltunnels beim Wasser- und Schifffahrtsamt, am Donnerstag. Mitte Januar habe die Firma dann aber erklärt, sie brauche acht Wochen länger als geplant, sagte Karsten Thode von der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt. Meesenburg: „Die haben sich überschätzt.“ An zu wenig Personal habe es nicht gelegen, meinte Meesenburg. Zeitweise seien bis zu 40 Techniker auf der Baustelle gewesen.Thode: „Das hat uns stark getroffen. In der Form kam das völlig überraschend.“ Es sei nicht möglich, der Firma eine Vertragsstrafe aufzuerlegen. Behörde sagt, sie könne der Firma keine Vertragsstrafe auferlegen. 

Auch der Präsident der Generaldirektion, Hans-Heinrich Witte, ist auf der Zinne: Die Verzögerung sei „nicht tolerierbar. Wir haben die Baufirma schriftlich gemahnt und aufgefordert, die Arbeiten unverzüglich zu Ende zu bringen.“ Der Spitzenbeamte aus Bonn fühlt sich düpiert. Noch im November hatte er öffentlich in einer Ausschusssitzung des Kreises erklärt, die Arbeiten in der Oströhre seien Ende Februar abgeschlossen.

Wenn die Firma mit dem Installieren der Technik fertig ist, können Tests beginnen. Die Kanalverwaltung rechnet damit, dass diese zwei Monate dauern. Frühestens Ende April/Anfang Mai könne die Oströhre dann für den Verkehr frei gegeben werden, sagte Karsten Thode.

Startet nach Abschluss der Arbeiten in der Oströhre ohne Verzögerung die Sanierung der alten Weströhre? Eine verbindliche Antwort gaben die Vertreter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung nicht. „Wir verhandeln noch mit der Firma“, erklärte Karsten Thode. „Die Gespräche sind konstruktiv.“ Sönke Meesenburg: „Aus meiner Sicht brauchen wir keine Baupause.“ Er gehe davon aus, „dass wir so schnell wie möglich weitermachen können“. Doch das sein abhängig von den Verhandlungen. Nach wie vor wolle die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung eine Unterbrechung der Tunnelsanierung vermeiden, versicherte Thode. 

Die Tunnelsanierung hat im Sommer 2011 begonnen. Die Oströhre ist seit Mitte 2012 gesperrt. Nach ersten Plänen sollte die Sanierung beider Röhren Ende 2013 fertig sein und 25 Millionen Euro kosten. Inzwischen erwartet die Kanalbehörde Kosten von 55 Millionen. Vom zuletzt genannten Fertigstellungstermin im Jahr 2018 geht das Wasser- und Schifffahrtsamt trotz der neuen Verzögerung weiterhin aus.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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