27 ° / 11 ° heiter

Navigation:
Ist der Baustopp nötig?

Kanaltunnel in Rendsburg Ist der Baustopp nötig?

Reinhard Klingen, Abteilungsleiter im Bundesverkehrsministerium: Er ist Ansprechpartner für den Kreis Rendsburg-Eckernförde in Fragen der Großbaustelle im Kanaltunnel in Rendsburg. Im November kommt er und soll eine Hauptfrage beantworten.

Voriger Artikel
Kröger Werft bereit für neue Mega-Jachten
Nächster Artikel
Grüne Linde und feuchter Keller

 Seit vier Jahren ist der Kanaltunnel in Rendsburg Großbaustelle.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. „Ich bin sehr froh, dass Herr Klingen kommt und das von sich aus angeboten hat. Das zeigt, dass er die Brisanz erkannt hat“, sagt Tim Albrecht (CDU) aus Osdorf, Vorsitzender im Regionalentwicklungsausschuss beim Kreis. Klingen tritt dort am 19. November auf.

Der Anlass: Im Juni ließ das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) erneut den Sanierungs-Zeitplan platzen. Die zurzeit gesperrte Oströhre werde voraussichtlich erst im Februar geöffnet statt - wie bis dahin angekündigt - in diesem Sommer. Danach sei mit einer Baupause vor der Sanierung der alten Weströhre zu rechnen. Während des Stopps könne der Verkehr durch beide Tunnelröhren rollen. Ursprünglich sollte die Mitte 2011 begonnene Großsanierung schon Ende 2013 fertig sein.

Ist der Baustopp tatsächlich nötig? Diese „entscheidende Frage“ solle Klingen im November beantworten, sagte Albrecht am Montag. Falls der Abteilungsleiter das bejaht, müsse er garantieren, dass der Tunnel in der Pause vierspurig befahrbar ist. „Das ist zwingend. Sonst wäre es eine Verlängerung der Bauphase. Das wollen wir nicht.“ Ihm sei „fast egal“, wie lange ein Baustopp dauert, wenn es die geforderte Garantie gebe, sagte Albrecht. Denn dann sei der Tunnel „keine Belastung für die Bürger“.

Zurzeit laufen Vertragsverhandlungen mit den beiden Generalunternehmen für die Sanierung der alten Weströhre, sagte Sönke Meesenburg, Projektleiter beim WSA. Dabei gehe es um das Leistungsverzeichnis und den Zeitrahmen, noch nicht um die Kosten. Das WSA hatte die Baupause angekündigt, um Zeit für die Verhandlungen zu haben.

Der neue Vertrag solle die Überraschungen bei der Sanierung der Oströhre berücksichtigen und zeitraubende Nachverhandlungen weitestgehend verhindern, sagte Meesenburg. Seit Beginn der Sanierung haben die Firmen nach seinen Worten rund 370 Mal unerwartete Probleme angezeigt und finanzielle Nachforderungen angekündigt. Bisher habe die Arbeitsgemeinschaft der Firmen rund 250 Mal Nachträge vorlegt, das WSA habe noch nicht alle geprüft. Momentan seien die Arbeiten im neusten Zeitplan, erklärte Meesenburg.

Erst im Februar war Enak Ferlemann, Staatssekretär im Verkehrsministerium, beim Kreis. Damals versprach der CDU-Politiker, dass der Tunnel bis Ende 2016 fix und fertig saniert ist. Das gilt inzwischen nicht mehr.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr zum Artikel
Bauarbeiten
Foto: Der Kanaltunnel in Rensburg wird in der Nacht auf Mittwoch kommender Woche gesperrt. In der Weströhre, durch die der Verkehr zurzeit fließt, werden Versorgungs- und Steuerleitungen verlegt.

Der Kanaltunnel in Rendsburg wird in der kommenden Woche wieder einmal für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt sein. Von Dienstag, 8. September, 21 Uhr, bis Mittwoch, 9. September, fünf Uhr, ist die Weströhre nicht befahrbar. Die Ostseite des Tunnels wird seit Mitte 2011 saniert.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3