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Inszeniertes Feuer im Tunnel

Rendsburg Inszeniertes Feuer im Tunnel

Mit einem inszenierten Feuer will das Wasser- und Schifffahrtsamt den Rendsburger Kanaltunnel am Montag testen. Er ist dann ab 13 Uhr vorübergehend voll gesperrt.

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Noch bis mindestens Anfang 2019 bleibt der Rendsburger Kanaltunnel Großbaustelle.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. In vier Brandwannen sollen gut 20 Liter Benzin in Flammen aufgehen und ordentlich qualmen. Hinter der Südeinfahrt auf der Westerrönfelder Seite des Rendsburger Kanaltunnels sollen die Feuer am Montag gegen 13 Uhr brennen. Der Rauch soll durch die seit fast vier Jahren gesperrte Oströhre Richtung Norden, nach Rendsburg abziehen. So stellt sich Martin Bröcker den geplanten Stresstest vor, er ist Projektleiter für die Großsanierung des Kanaltunnels. „Die neue Technik wird dann das erste Mal realistisch getestet.“

Mitten am Tag sperrt das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) den Tunnel für den Test am Montag ab 13 Uhr aus Sicherheitsgründen für den Verkehr voll. Höchstens für eine halbe Stunde, versicherten Vertreter der Behörde am Donnerstag. Die für den Test verantwortliche Firma rechne sogar nur mit einer Dauer von fünf Minuten, sagte Frithjof Garrn, Bauleiter des WSA. Seine Behörde wolle mit der Vollsperrung nicht die Fahrpläne für die Linienbusse durcheinander bringen. „Deshalb warten wir auf den Schulbus Richtung Süden, dann sperren wir den Tunnel für den Verkehr.“ 

Warum der Stresstest nicht auf die Nacht verlegt wurde? Garrn: „Wir wollten es nachts machen.“ Die Baufirma habe das Feuer aber am Tag inszenieren wollen. Dann sei das Licht besser. Anwohner würden nicht durch aus dem Tunnel aufsteigenden Qualm beunruhigt. Schließlich gehe es tagsüber schneller. Immerhin seien rund 30 Personen im Einsatz.

Solche Fragen soll der Test klären: Erkennen die Rauchsensoren das Feuer? Arbeitet die Lüftung korrekt? Sperren die Verkehrszeichen die Einfahrt des Tunnels? Gelangt die Brandmeldung in den provisorischen Leitstand des Tunnels mit seinem Monitoren? Im Erstfall müssten die Mitarbeiter, die dort Dienst haben, die Feuerwehr alarmieren.

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Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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