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Endlich wieder freie Fahrt

Kanaltunnel Endlich wieder freie Fahrt

Freie Fahrt durch beiden Röhren: Die Arbeiten im Rendsburger Kanaltunnel in der Nacht von Freitag auf Sonnabend verliefen ohne Komplikationen. Bereits um 2 Uhr gab das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) den Tunnel für den Verkehr wieder frei.

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Beide Röhren sind wieder befahrbar.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Zum ersten Mal seit Ende Juli 2012 können Autofahrer alle vier Spuren gleichzeitig nutzen. Wie lange das so bleibt, ist allerdings unsicher.

„Das Einrichten des Verkehrs ist kein Probleme“, sagte Sönke Meesenburg, Leitender Baudirektor beim WSA am Sonnabend. Die größte Herausforderung sei nun, wie die Mitarbeiter im Leitstand des Tunnels mit zwei verschiedenen Betriebssystemen zurecht kommen. Während in der sanierten Oströhre ein neues System installiert wurde, läuft in der Weströhre noch das alte. In den nächsten Woche werde sich zeigen, ob es Probleme gebe, meint der Baudirektor.

In der Nacht von Freitag auf Sonnabend richten die WSA-Mitarbeiter alles für den vierspurigen Verkehr her. Deswegen war der Tunnel für mehrere Stunden voll gesperrt. Die Fahrbahn wurde gründlich gereinigt, Verkehrsschilder abmontiert und Absperrungen umgestellt. Seit Juli 2012 war der Tunnel wegen der Sanierung nie komplett befahrbar. Nun da die Oströhre saniert ist, wird der Vertrag für die Weströhre neu ausgehandelt, die Autofahrer können kurze Zeit alle vier Spuren nutzen. Wann die Arbeiten in der Weströhre beginnen sollen, steht noch nicht fest. Es werde zurzeit verhandelt, sagt Baudirektor Meesenburg, er sei optimistisch, dass es bald zu einem erfolgreichen Abschluss komme. Unabhängig davon ist der vierspurige Betrieb bis Ende Februar bei der Verkehrsbehörde des Kreises beantragt.

Weiterhin gilt im Tunnel Tempo 50. Da die Mittelleitplanken an einigen Stellen nicht montiert seien und lediglich rot-weiße Absperrungen die Fahrbahnen trennen, gelte der Bereich immer noch als Baustelle, erläutert Meesenburg, daher sei auch nach wie vor Tempo 50 vorgegeben. Die Reduzierung des Tempos sei eine sehr effektive Maßnahmen, um das Unfallrisiko zu senken. 

In Rendsburg kommt die Öffnung aller Fahrspuren gut an. „Es war heute eine Freude durch den Tunnel zu fahren“, sagt Berufspendler Michael Losse am Sonnabend. Der Neumünsteraner arbeitet in einem Elektrogeschäft in der Friedrichstädter Straße und fährt bis zu zehn Mal in der Woche durch das Nadelöhr, meist während der Hauptverkehrszeiten. Es sei viel entspannter jetzt durch den Tunnel zu fahren, gerade das Einfädeln des Verkehrs im Bereich der Zufahrten sei sehr zeitraubend gewesen. Lediglich die Tempo-Begrenzung irritiere ein wenig. Zwar sei Tempo 50 im Baustellenbereich nachvollziehbar, da nun aber die Verengung der Fahrspur fehle, beginne dieser mehrere hundert Meter später, die Schilder seien jedoch immer noch an den selben Stellen. Der Rendsburger Thomas Quint ist selber Meinung. Die Verkehrsteilnehmer werden sich an die neue Lage gewöhnen und es wird für einige Wochen entspannter werden.

Gemüsehändler Ingo Reese auf dem Rendsburger Wochenmarkt hofft auf eine Verbesserung der Einkaufssituation. Viele Kunden südlich des Kanals hätten sich während des Baus in andere Städte  umorientiert. Er selbst überlege zweimal, ob er während der Stoßzeiten nach Rendsburg zu spontanen Einkäufen fahre, meint der Kleinvollstedter Reese. Wichtig sei, dass nun die ganze Sanierung schnell abgeschlossen werde.

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